Die fertige Transparenz­plattform wird „eingemottet“, während die Kosten weiterlaufen – das ist schon ein bisschen irre

Mit den Stimmen von CDU, SPD, BSW und AfD hat der Landtag das Transparenzgesetz geändert und den Start der fertigen Transparenzplattform um zwei Jahre verschoben. Seit Jahren wird darauf hingearbeitet, dass am 1. Januar 2026 die Transparenzplattform online geht. Der Termin ist seit langem klar, denn er steht im Transparenzgesetz. Die Plattform ist startklar und dessen Herzstück. Dort könnten Bürgerinnen und Bürger an zentraler Stelle Informationen und Dokumente der Ämter und Behörden abrufen – einfach so, ohne Anträge und Kosten. Das wäre ein leuchtendes Beispiel für ein modernes, effizientes und digitales Staatswesen. Man müsste nur den Knopf drücken.

Wir bezweifeln aber, dass dies in zwei Jahren geschehen wird. Genau die seltsamen Gründe, die man heute gegen die Transparenzplattform erfindet, wird man auch dann ins Feld führen. Dabei verursacht das Transparenzgesetz sogar weniger Aufwand und Kosten als man anfangs dachte. Das nötige Geld ist vorhanden und steht im Haushalt. Ein Teil wurde bislang ja schon dafür ausgegeben, die Plattform zu entwickeln. Man „mottet“ sie jetzt ein, während die Kosten weiterlaufen. Das ist schon ein bisschen irre.

Natürlich verursacht alles, was neu ist, erstmal Aufwand. Allerdings würde der sich ja gleich mehrfach auszahlen: Auch Behörden könnten von der gemeinsamen Datensammlung auf der Transparenzplattform profitieren. Und die Einblicke in die Verwaltungsarbeit, die dort geboten werden, wären ein Gewinn für das Vertrauen in den Staat. Ich halte es daher für gefährlichen Unsinn, im Namen des Bürokratieabbaus ausgerechnet die Informations-Freiheitsrechte für die Bürgerinnen und Bürger zu schwächen. Die Wahrheit ist doch: Wer keine Transparenz will, dem bedeutet eine kritische Öffentlichkeit wenig. Wer keine gut informierten Bürgerinnen und Bürger will, der will auch nicht deren Beteiligung. Dieser Gesetzentwurf offenbart eine autoritäre Geisteshaltung. Man sieht das auch daran, mit wem die Koalition hier eine Abstimmungs-Gemeinschaft gebildet hat: mit BSW und AfD.

Die Linke hat per Änderungsantrag gezeigt, worauf es ihr ankommt: Die Plattform soll pünktlich starten und auch Umwelt-Informationen umfassen. Kommunen mit mehr als 10.000 Einwohnenden sollten transparenzpflichtig sein, bei voller Kostenerstattung durch den Freistaat. Es soll weniger Ausnahmen von den veröffentlichungspflichtigen Informationen und einen sinnvolleren Weg für die Widerspruchs-Bearbeitung geben. Nicht zuletzt soll der Informationszugang kostenfrei sein.

Der Landtag hat das Transparenzgesetz geändert.

Die Transparenzplattform startet erst in 2 Jahren.

Die Plattform ist fertig und kann sofort starten.

Bürger und Bürgerinnen können dort Informationen finden.

Sie brauchen keine Anträge und keine Kosten.

 

Start der Plattform

 

Die Plattform sollte am 1. Januar 2026 starten.

Das steht im Gesetz.

Jetzt hat der Landtag den Start verschoben.

Die Plattform wird nicht genutzt.

Die Kosten laufen aber weiter.

 

Kosten und Nutzen

 

Das Gesetz kostet weniger Geld als gedacht.

Das Geld ist im Haushalt vorhanden.

Ein Teil wurde schon für die Entwicklung ausgegeben.

Die Plattform hilft auch den Behörden.

Sie macht die Arbeit leichter.

 

Vorteile der Plattform

 

Die Plattform zeigt die Arbeit der Verwaltung.

Das stärkt das Vertrauen in den Staat.

Bürger und Bürgerinnen bekommen mehr Informationen.

Das ist wichtig für ihre Beteiligung.

 

Kritik an der Entscheidung

 

Die Verschiebung ist schlecht für die Informationsfreiheit.

Sie schwächt die Rechte der Bürger und Bürgerinnen.

Wer keine Transparenz will, will keine Beteiligung.

Die Koalition stimmt mit BSW und AfD zusammen.

Das zeigt eine autoritäre Haltung.

 

Vorschläge der Linken

 

Die Linke will die Plattform pünktlich starten.

Sie will auch Umwelt-Informationen zeigen.

Kommunen mit mehr als 10 000 Einwohnern sollen mitmachen.

Der Freistaat soll die Kosten übernehmen.

Der Zugang soll kostenlos sein.

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