Der Preis für den Ausfall-Rückgang ist hoch – nur Lehrkräfte-Entlastung sichert den Unterricht ab
Heute hat Kultusminister Conrad Clemens (CDU) neue Zahlen zum Unterrichtsausfall vorgelegt – erstmals seit vielen Jahren gibt es Signale einer Entspannung. Für eine Entwarnung ist es allerdings zu früh.
Wir sind den Lehrkräften sehr dankbar dafür, dass sie täglich mit großem Engagement gegen den Mangel ankämpfen. Dafür müssen viele nicht nur zahlreiche Überstunden in Kauf nehmen, sondern inzwischen in vielen Fällen auch lange Fahrtwege zur Abordnungsstelle. Der Preis für den erfreulichen Ausfall-Rückgang ist allerdings groß, der Anstieg bei den Grund- und Berufsschulen besorgniserregend. Wir dürfen Probleme nicht verlagern, sondern wir müssen sie lösen.
Der weiterhin hohe außerplanmäßige Ausfall, der auch auf Krankheitsfälle zurückgeht, deutet auf eine anhaltend hohe Belastung hin. Dauerhaft können wir den Unterricht nur absichern, indem wir landesweit einerseits mehr Lehrkräfte an alle Schularten bringen und andererseits für Entlastung sorgen. Die Lehrkräfte-Ausbildung sollte nach Schulstufen erfolgen und vor allem praxisnäher werden. Nötig ist zudem mehr unterstützendes Personal in multiprofessionellen Teams – etwa für Verwaltungsaufgaben, IT und Schulsozialarbeit. Lehrkräfte brauchen vor allem mehr Unterstützung bei unterrichtsfremden Tätigkeiten, damit sie sich individueller um die Schülerinnen und Schüler kümmern können.
Unterrichtsausfall sinkt
Der Unterrichtsausfall sinkt etwas.
Das zeigt eine neue Zahl vom Kultusminister.
Es gibt aber noch Probleme.
Eine Entwarnung gibt es nicht.
Lehrkräfte arbeiten viel
Lehrkräfte arbeiten sehr viel.
Sie machen viele Überstunden.
Sie fahren oft weit zur Arbeit.
Das ist anstrengend.
Probleme bei Grund- und Berufsschulen
Der Ausfall steigt bei Grund- und Berufsschulen.
Das ist ein großes Problem.
Wir dürfen die Probleme nicht verschieben.
Wir müssen sie lösen.
Hohe Belastung der Lehrkräfte
Viele Lehrkräfte sind krank.
Das zeigt, wie hoch die Belastung ist.
Wir brauchen mehr Lehrkräfte an allen Schulen.
Wir müssen die Lehrkräfte entlasten.
Bessere Ausbildung und Unterstützung
Die Ausbildung soll besser werden.
Sie soll praxisnah sein.
Lehrkräfte sollen nach Schulstufen lernen.
Es braucht mehr Helfer für Verwaltung, IT und Sozialarbeit.
Lehrkräfte sollen weniger andere Aufgaben haben.
Diesen Beitrag teilen!
Du hast Fragen
oder möchtest einfach reden?
Fraktion Die Linke
im Sächsischen Landtag
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden, Sachsen
Telefon 0351 4935800
E-Mail linksfraktion@slt.sachsen.de
Oder schreibe uns auf unseren Social-Kanälen: