Der Konsultationsmechanismus läuft keineswegs wie geschmiert – CDU und SPD vergeben Chancen
Vor fast einem Jahr unterzeichneten CDU und SPD ihren Minderheitskoalitionsvertrag und läuteten eine neue landespolitische Ära ein. Die Erwartungen, die viele damit verbunden haben, werden bislang nicht voll erfüllt.
Zwar wurden Initiativen der Oppositionsfraktionen Linke und Grüne beschlossen, was vorher in Sachsen undenkbar war. Doch der Konsultationsmechanismus funktioniert leider noch nicht wie geschmiert: Die Prozesse sind oft zäh, die Koalition legt vieles erst auf den letzten Pfiff vor, und wir warten teils ewig auf eine Rückmeldung. So jährt sich im Dezember die Einreichung unseres Antrages gegen das Apothekensterben, und der angekündigte Änderungsantrag der Koalition liegt bis heute nicht vor.
Eigentlich könnten wir in Sachsen eine deutschlandweit vorbildliche Form der demokratischen Zusammenarbeit pflegen, im stetigen Ringen um das bessere Argument. Dazu müssten CDU und SPD jedoch deren Chancen nutzen und uns frühzeitig einbeziehen, denn wir sind keine Lückenbüßer. Selbstverständlich stehen wir nur für Vorhaben bereit, die Sachsen gerechter und das Leben besser machen, insbesondere für diejenigen, die keine Reichtümer besitzen. Wir wollen den Menschen helfen, die wir vertreten – auf dieser Grundlage entscheiden wir. Das gilt für alle parlamentarischen Initiativen, darunter auch das Polizeigesetz. Dessen Entwurf können wir aus heutiger Sicht nicht zustimmen, weil die geplanten Eingriffe in die Freiheitsrechte viel zu weit reichen würden.
Konsultationsmechanismus in Sachsen
CDU und SPD haben vor fast einem Jahr einen Vertrag gemacht.
Viele Menschen haben große Hoffnungen gehabt.
Diese Hoffnungen sind nicht ganz wahr geworden.
Linke und Grüne haben neue Vorschläge gemacht.
Diese Vorschläge hat die Regierung angenommen.
Das war vorher in Sachsen nicht möglich.
Der Konsultationsmechanismus funktioniert nicht gut.
Die Arbeit dauert oft sehr lange.
Die Regierung gibt viele Sachen erst spät ab.
Wir warten lange auf Antworten.
Im Dezember ist es ein Jahr her, dass wir einen Antrag gegen das Apotheken-Sterben gemacht haben.
Die Regierung hat noch keinen neuen Vorschlag dazu gemacht.
Zusammenarbeit und Chancen
Sachsen kann ein gutes Beispiel für Zusammenarbeit sein.
CDU und SPD müssen uns früh fragen und einbeziehen.
Wir sind keine Lücken-Büßer.
Wir helfen nur bei Vorhaben, die Sachsen besser machen.
Wir wollen Menschen helfen, die wenig Geld haben.
Wir entscheiden so, wie es den Menschen hilft.
Das gilt für alle Vorschläge, auch für das Polizei-Gesetz.
Wir können dem Polizei-Gesetz nicht zustimmen.
Das Gesetz greift zu stark in die Freiheits-Rechte ein.
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