Afghanistan ist nicht sicher – neuer Abschiebe­flug ab Leipzig/Halle bricht mit menschen­rechtlicher Verantwortung

Am Morgen des 28. Juli 2026 startete vom Flughafen Leipzig/Halle aus erneut ein Abschiebeflug nach Afghanistan. Bislang ist unklar, wie viele Personen an Bord waren. Am Flughafen gab es Protest, für den heutigen Dienstag ruft ein Bündnis aus antirassistischen Gruppen in Leipzig zu einer Kundgebung um 18 Uhr auf.

„Es ist schändlich, Menschen gewaltsam in ein Land zurückzubringen, das vom islamistischen Regime der Taliban regiert wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Betroffenen straffällig geworden sind oder nicht. Die Menschenrechtslage unter den Taliban ist desaströs: Frauen und Mädchen werden systematisch entrechtet, Minderheiten und Andersdenkende verfolgt und Menschen sind willkürlicher Gewalt und Repression ausgesetzt. Zudem ist die ökonomische und soziale Lage katastrophal. Laut einem Bericht des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen können drei Viertel der Bevölkerung – 29 Millionen Menschen – ihre Grundbedürfnisse nicht decken.

Eine Abschiebung von Menschen, die ihre Strafe abgegolten haben, gleicht einer Doppelbestrafung. Dies ist eines Rechtsstaates nicht würdig, schon gar nicht, wenn dafür die islamistischen Taliban eingespannt werden. Es ist an Doppelmoral kaum zu überbieten, dass gerade die CDU die Kooperation mit den Taliban vorantreibt und Sachsens Innenminister dazu applaudiert. Beifall klatscht er auch zu dem Umstand, dass der betroffene Personenkreis inzwischen nicht mehr begrenzt ist. Damit droht allen vollziehbar ausreisepflichtigen Menschen afghanischer Herkunft die Abschiebung. In Sachsen betraf das Ende 2025 insgesamt 449 Personen. Wir protestieren auf das Schärfste gegen die Missachtung menschenrechtlicher Prinzipien und die sächsische Beteiligung an diesem Bruch mit menschenrechtlicher Verantwortung. Wir fordern das Ende der Nutzung des zum Großteil landeseigenen Flughafens für hochproblematische Abschiebungen nach Afghanistan.“

Am 28. Juli 2026 startete ein Abschiebeflug nach Afghanistan.
Der Flug ging vom Flughafen Leipzig/Halle ab.
Es ist nicht klar, wie viele Menschen im Flugzeug waren.
Am Flughafen gab es Proteste.
In Leipzig gibt es am Abend eine Kundgebung gegen die Abschiebung.

Gefahr in Afghanistan

Afghanistan ist nicht sicher.
Die Taliban regieren das Land.
Frauen und Mädchen haben keine Rechte.
Minderheiten und Andersdenkende leiden.
Viele Menschen haben Angst vor Gewalt.

Die Lage in Afghanistan ist schlecht.
Drei Viertel der Menschen haben nicht genug zu essen oder zu trinken.
Das sind 29 Millionen Menschen.
Die Menschen leben in großer Armut.

Abschiebung ist ungerecht

Viele Menschen sind schon bestraft worden.
Eine Abschiebung ist eine zweite Strafe.
Das ist nicht gerecht.
Der Staat darf das nicht machen.
Die Taliban helfen bei der Abschiebung.

Die CDU unterstützt die Zusammenarbeit mit den Taliban.
Der Innenminister von Sachsen findet das gut.
Jetzt können mehr Menschen abgeschoben werden.
Ende 2025 waren 449 Menschen in Sachsen betroffen.

Protest und Forderung

Wir sind gegen die Abschiebungen.
Wir finden das verletzt die Menschenrechte.
Wir wollen, dass der Flughafen Leipzig/Halle nicht mehr für Abschiebungen nach Afghanistan genutzt wird.

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