Auch Sachsen sollte das Deutschlandticket für Menschen verbilligen - Mobilitätsarmut vermeiden!

Die Linkfraktion fordert ein bezahlbares „Mobilitäts-Ticket“ für Sachsen. Es soll Menschen mit geringem oder ohne Einkommen für 25 Euro im Monat angeboten werden. Das Bildungsticket soll durch eine Lösung ersetzt werden, mit der alle Kinder und Jugendlichen landesweit für 15 Euro monatlich mobil sein können. Gestern Abend lehnte die Landtagsmehrheit von CDU, SPD und AfD die Initiative im Landtag ab.

Das Parlament hat eine Chance verpasst, große Teile der Bevölkerung zu entlasten. Wir bleiben dennoch bei unseren Forderungen. Ob Einkauf, Miete, Strom oder Wärme: Das Leben wird immer teurer. Sehr viele Menschen denken nicht mehr darüber nach, wie sie sparen können. Sie müssen Monat für Monat entscheiden, worauf sie verzichten müssen: Kann ich mir die Fahrt zum Arzt leisten? Kann ich meine Familie besuchen, regelmäßig zum Sportverein fahren? Neben Einkommensarmut und Energiearmut gibt es auch Mobilitätsarmut. Sie schließt Menschen vom gesellschaftlichen Leben aus.

Das Deutschlandticket hat vieles einfacher gemacht. Diesen Fortschritt wollen wir nicht nur erhalten, sondern ihn gerecht machen. 63 Euro im Monat sind für einige Menschen zu viel Geld, und der Preis wird weiter steigen. Hessen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Berlin, Brandenburg und Bremen bieten vergünstigte Deutschlandtickets an, Sachsen nicht. Der entscheidende Vorteil des Deutschlandtickets muss allen zugutekommen: den Zugang für alle. Das darf nicht an Geldmangel scheitern - weder bei Seniorinnen und Senioren noch bei Auszubildenden, Studierenden, Freiwilligendienstleistenden und Menschen, die Sozialleistungen brauchen. Auch die kostenfreie Mitnahme eigener Kinder und Enkelkinder zwischen sechs und 14 Jahren gehört zu unserem Vorschlag.

Ein günstiges Ticket bringt natürlich niemanden nach Hause, wenn kein Bus fährt. Deshalb wollen wir bis 2030 Mindestbedienungsstandards schaffen: für Gemeinden mit mehr als 500 Einwohnerinnen und Einwohnern mindestens einen Zwei-Stunden-Takt, ab 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern einen Stundentakt und ab 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern einen Halbstundentakt. Wir wollen nicht, dass Kommunen und Verkehrsunternehmen auf den zusätzlichen Kosten sitzen bleiben. Der Freistaat muss sie bezahlen, wie andere Bundesländer auch. Langfristig wollen wir eine bundesweite Lösung. Aber solange diese fehlt, darf Sachsen nicht untätig bleiben.

 

Mobilitäts-Ticket für Sachsen

Die Linke will ein günstiges Ticket für Sachsen.
Das Ticket kostet 25 Euro im Monat.
Es ist für Menschen mit wenig oder keinem Geld.
Kinder und Jugendliche zahlen 15 Euro im Monat.
Das alte Bildungsticket soll wegfallen.

CDU, SPD und AfD lehnen das Ticket ab.
Das Parlament hat eine Chance verpasst.
Viele Menschen haben wenig Geld.
Sie müssen oft entscheiden, worauf sie verzichten.
Manche können nicht zum Arzt oder zur Familie fahren.

Es gibt Mobilitäts-Armut.
Das heißt: Menschen können nicht gut fahren.
Sie bleiben oft zu Hause.
Das schließt sie aus dem Leben aus.

Deutschlandticket und Preise

Das Deutschland-Ticket macht das Fahren einfacher.
Es kostet 63 Euro im Monat.
Das ist für viele zu teuer.
Der Preis steigt weiter.

Andere Bundesländer haben günstigere Tickets.
Sachsen nicht.
Das Ticket soll für alle bezahlbar sein.
Auch für Senioren, Auszubildende und Studierende.
Kinder von 6 bis 14 Jahren fahren kostenlos mit.

Bus und Bahn in Sachsen

Ein günstiges Ticket hilft nur, wenn Busse fahren.
Bis 2030 soll es mehr Busse geben.
In Orten mit 500 Menschen fährt der Bus alle 2 Stunden.
In Orten mit 5.000 Menschen fährt der Bus jede Stunde.
In Orten mit 10.000 Menschen fährt der Bus alle 30 Minuten.

Der Freistaat Sachsen soll die Kosten bezahlen.
Andere Bundesländer machen das auch so.
Langfristig soll es eine Lösung für ganz Deutschland geben.
Bis dahin soll Sachsen nicht warten.

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