Anspannung des Wohnungsmarkts wächst auch außerhalb der Großstädte - Wohnraum fördern, nicht Konzerne!

Ein noch unveröffentlichtes empirica-Gutachten im Auftrag der Staatsregierung (siehe Plenarprotokoll vom 25. Juni 2026, S. 40) zeigt: Das Problem des rasanten Mietenanstiegs greift auf das Umland der Städte Dresden und Leipzig über. Kommunen wie Schkeuditz, Rackwitz, Radeburg und Heidenau weisen demnach eine hohe Mietbelastung auf: Dort müssen Menschen also einen zu großen Teil ihres Einkommens für die Wohnkosten aufwenden. Ein ähnliches Bild zeigen unsere regelmäßigen Anfragen.

Zu hohe Mieten belasten viele Menschen nicht mehr nur in Dresden und Leipzig, sondern auch in den umgebenden Landkreisen. Ein immer größerer Teil des sächsischen Wohnungsmarkts muss als angespannt gelten. Folglich müssen wir auch den sozialen Wohnungsbau und Schutzinstrumente wie die Mietpreisbremse ausweiten. Der Markt schafft keinen bezahlbaren Wohnraum - das muss der Staat leisten. Wir freuen uns, dass die Regierung unserer Forderung nachkommt und die zusätzlichen Bundesmittel für Sachsen abruft, wie der Entwurf des Doppelhaushalts 2027/28 zeigt. Diese müssen aber verbaut werden. Das setzt neue Förderbedingungen voraus: So müssen die Zuschüsse an die gestiegenen Baukosten angepasst und längere Mietpreisbindungen vorgesehen werden, wie wir es fordern.

Als Linke setzen wir vor allem auf die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum - also auf Objektförderung, die das Mietniveau senkt. Mit Subjektförderung - also Sozialleistungen wie Wohngeld oder Kosten der Unterkunft - werden die Profite der Immobilienkonzerne finanziert. Diese Logik muss durchbrochen werden. Wir wollen ein gemeinnütziges Wohnungssegment aufbauen. Das ist möglich, wenn das Geld, das heute in die Subjektförderung fließen muss, in die Objektförderung gehen kann.

Dennoch sprechen wir uns gegen die Pläne der Bundesregierung aus, das Wohngeld zu kürzen. Dazu fragen wir bei der Landesregierung nach. Solange Menschen ihre Miete nicht stemmen können, ist diese Unterstützung dringend nötig.

Wohnungsmarkt wird eng

Die Mieten steigen schnell.
Das betrifft nicht nur große Städte.
Auch das Umland von Dresden und Leipzig hat hohe Mieten.
Menschen zahlen dort viel Geld für ihre Wohnung.

Wohnraum fördern

Viele Menschen haben zu hohe Mieten.
Der Wohnungsmarkt ist angespannt.
Der Staat muss mehr bezahlbare Wohnungen bauen.
Der Markt schafft das nicht allein.
Die Regierung bekommt mehr Geld vom Bund für Wohnungen.

Das Geld muss richtig genutzt werden.
Die Baukosten sind gestiegen.
Die Mieten sollen lange niedrig bleiben.
Das fordern wir.

Bezahlbarer Wohnraum

Wir wollen mehr bezahlbare Wohnungen bauen.
Das senkt die Mieten.
Sozialleistungen wie Wohngeld helfen nur den Konzernen.
Wir wollen das Geld lieber für den Bau von Wohnungen nutzen.
So entsteht ein gemeinnütziges Wohnungsangebot.

Wir sind gegen die Kürzung vom Wohngeld.
Wir fragen die Landesregierung dazu.
Menschen brauchen das Wohngeld, wenn sie ihre Miete nicht zahlen können.

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