41,8 Grad sind kein ,ganz normaler Sommer‘ - Landtag wird über Hitzeschutz-Antrag der Linksfraktion verhandeln
Der Landtag debattierte gestern über einen Antrag der Linksfraktion, wonach die Staatsregierung einen landesweiten Hitzeaktionsplan entwickeln soll. Die Initiative wurde zur Beratung in die Ausschüsse überwiesen.
Werte wie 41,8 Grad sind kein „ganz normaler Sommer“, wie die Partei der Klimaerhitzungsleugner behauptet. Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass in diesem Jahr deutschlandweit 15.800 Menschen an den Folgen extremer Temperaturen verstorben sind, in Sachsen 550. Die Dunkelziffer ist größer. Probleme sind wie lose Fäden am Wollnicki: Ignoriert man einen, ist der Ärmel bald auf. Also sollte sich niemand zurücklehnen und das Thema über den Winter ad acta legen.
Es ist ein riesiger Unterschied, ob jemand wohnungslos ist, oder zum Beispiel in einer kleinen Bude in einer zubetonierten Stadt sitzt und vor der Stromrechnung zittern muss, wenn er den Ventilator ein paar Stunden laufen lässt. Oder ob jemand ein Haus im Grünen hat, vielleicht mit Klimaanlage, oder sogar mit Pool und Strom vom Dach. Es ist ein Unterschied, ob jemand in sengender Sonne auf dem Bau schuften muss oder sich daheim in den Schatten setzen kann, weil das Aktiendepot genug abwirft. Hitzeschutz ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit.
Intensive Hitzewellen werden zur Regel. Wir müssen uns wappnen und in erster Linie diejenigen Gruppen schützen, die am meisten gefährdet sind: Ältere, Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen, Pflegebedürftige, Wohnungslose, Säuglinge und Kinder. Der lebensferne Kanzler Merz empfiehlt: Gebt einfach den Kindern Wasserflaschen mit. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Hitzeschutz ist eine öffentliche Aufgabe! Deshalb muss ein landesweiter Hitzeaktionsplan mit verbindlichen Maßnahmen her, die der Freistaat mit den Kommunen umsetzt. Deshalb ist mir schleierhaft, warum die Staatsregierung im Haushaltsentwurf ausgerechnet beim Öffentlichen Gesundheitsdienst den Rotstift ansetzt. Vorsorge ist entscheidend.
Deshalb schlagen wir ferner ein Hitzewarn- und Informationssystem vor. Wir sollten Informationen zu Anlaufstellen, Kühlorten und Notfallkontakten bündeln. Verschattung, Trinkwasserbrunnen, Sprühnebelanlagen und kühle öffentliche Aufenthaltsräume sollen gefördert werden. Auch Stadtgrün schützt vor Hitze. Bäume, Grünflächen und andere Formen urbaner Natur müssen fester Teil der Stadtplanung sein und dauerhaft erhalten werden. Brachliegende sowie unnötig versiegelte Flächen müssen begrünt werden.
Hitzeschutz muss Teil des Bevölkerungsschutzes und der Krankenhausplanung werden. Auch Pflegeheime müssen sich auf die Gefahr einstellen.
Hitze ist kein normaler Sommer
Der Landtag spricht über Hitze.
Die Linkspartei will einen Plan gegen Hitze.
Der Plan soll im ganzen Land gelten.
Der Antrag geht jetzt in die Ausschüsse.
Gefahren durch Hitze
41,8 Grad sind sehr heiß.
Viele Menschen sterben wegen Hitze.
In Sachsen sind 550 Menschen gestorben.
Die Zahl der Toten ist wahrscheinlich höher.
Man darf das Problem nicht ignorieren.
Hitze trifft Menschen unterschiedlich
Manche Menschen haben kein Zuhause.
Andere wohnen in kleinen Wohnungen.
Manche haben ein Haus mit Klimaanlage.
Manche können sich vor Hitze schützen.
Hitze ist auch eine Frage der Gerechtigkeit.
Wer braucht besonderen Schutz
Hitze wird öfter sehr stark.
Wir müssen uns vorbereiten.
Besonders ältere Menschen brauchen Schutz.
Auch kranke und behinderte Menschen brauchen Schutz.
Kinder und Wohnungslose brauchen Schutz.
Der Kanzler sagt, Kinder sollen Wasserflaschen bekommen.
Das reicht nicht aus.
Hitze-Schutz ist eine Aufgabe für alle.
Was der Hitze-Schutzplan soll
Der Plan soll verbindlich sein.
Der Staat und die Städte sollen zusammenarbeiten.
Der Gesundheits-Dienst soll mehr Geld bekommen.
Vorsorge ist sehr wichtig.
Weitere Vorschläge zum Schutz
Es soll ein Warn-System für Hitze geben.
Menschen sollen Infos zu Kühl-Orten bekommen.
Es soll mehr Bäume und Grün geben.
Grün schützt vor Hitze.
Unnötige Beton-Flächen sollen begrünt werden.
Hitze-Schutz in Kranken-Häusern und Pflege
Hitze-Schutz gehört zum Schutz der Menschen.
Kranken-Häuser müssen sich vorbereiten.
Auch Pflege-Heime müssen sich schützen.
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