2025 nur 642 Vollzeitstellen für Schul­sozialarbeit, kaum mehr als im Vorjahr - nötig ist eine Vollzeitkraft für jede der 1.400 Schulen!

In Sachsen wird die Schulsozialarbeit weder verlässlich noch planbar finanziert. In vollem Umfang gefördert wird sie nur für Oberschulen. Die Zahl der Personalstellen ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr kaum gewachsen: Den fast 1.400 allgemeinbildenden Schulen in öffentlicher Trägerschaft standen nur etwa 642 Vollzeitäquivalente zur Verfügung. Das sind lediglich 28 Stellen und damit nur 4,5 Prozent mehr als 2024.

Die Oberschulen gewannen etwa zehn Personalstellen hinzu - dort kamen zum Jahreswechsel etwa 341 Vollzeitäquivalente auf reichlich 291 Standorte. Die 163 Gymnasien hatten 2025 etwa 13 Vollzeitstellen mehr, die insgesamt knapp 75 Stellen reichen für die Zahl dieser Bildungseinrichtungen allerdings nicht aus. Die 174 Förderschulen besetzten Ende 2025 knapp 85 Vollzeitstellen, vier mehr als im Vorjahr, aber dennoch viel zu wenige. Die 757 Grundschulen büßten sogar mehr als drei Stellen ein - knapp 138 Vollzeitäquivalente decken den Bedarf auch dort nicht annähernd. Alle Schulen aller Arten brauchen mindestens eine volle Stelle für Sozialarbeit. Wenn wir das das im Haushalt 2027/2028 verankerten, wäre das ein großer Schritt hin zu mehr Bildungsgerechtigkeit!

Die Landkreise und Träger der Schulsozialarbeit sollen den Geldmangel bislang mit Drittmitteln ausgleichen. An der Spitze steht der Landkreis Leipzig, der 2025 knapp eine halbe Million Euro dafür einwarb - überall sonst wurde kein oder nur wenig Geld akquiriert. 2024 hatten die Landkreise und kreisfreien Städte immerhin etwas mehr erreicht. Es ist ein Armutszeugnis, wenn die Kommunen oder gar private Träger aushelfen müssen, wo der Freistaat junge Menschen im Stich lässt. So hängen der Bildungsweg und die Zukunft der jungen Leute viel zu stark von den kommunalen Kassen ab.

Eine aktuelle Studie aus Passau zeigt, was Schulsozialarbeit leisten kann. Sie begleitet die Schülerinnen und Schüler nicht nur durch den Schulalltag, der für viele anstrengend und hart sein kann, sondern sie auch unterstützt bei der Prävention. So hilft Sozialarbeit dabei, Jugendkriminalität zu vermeiden, und verringert das Risiko, dass Schülerinnen und Schüler Klassen wiederholen müssen.

2025 gibt es nur 642 Vollzeit-Stellen für Schul-Sozial-Arbeit in Sachsen.
Das sind kaum mehr als im Jahr davor.
Es gibt fast 1.400 Schulen in Sachsen.
Jede Schule braucht eine volle Stelle für Schul-Sozial-Arbeit.

Finanzierung der Schul-Sozial-Arbeit

Die Schul-Sozial-Arbeit bekommt kein sicheres Geld.
Nur Oberschulen bekommen volle Förderung.
Die Zahl der Stellen wächst kaum.
2025 gibt es 28 Stellen mehr als 2024.
Das sind 4,5 Prozent mehr.

Stellen nach Schul-Arten

Oberschulen haben 341 Stellen für 291 Standorte.
Sie bekamen 10 Stellen mehr als im Vorjahr.
Gymnasien haben 75 Stellen.
Sie bekamen 13 Stellen mehr.
Das reicht nicht für alle Gymnasien.

Förder-Schulen haben 85 Stellen.
Das sind 4 Stellen mehr als 2024.
Das ist zu wenig.
Grund-Schulen haben 138 Stellen.
Sie verloren 3 Stellen im Vergleich zum Vorjahr.

Alle Schulen brauchen mindestens eine volle Stelle.
Das muss im Haushalt 2027 und 2028 stehen.
Das hilft der Bildungsgerechtigkeit.

Geld-Mangel und Dritt-Mittel

Land-Kreise und Träger holen Geld von anderen Stellen.
Der Landkreis Leipzig holte 2025 fast 500.000 Euro.
Andere Land-Kreise holten wenig oder kein Geld.
2024 war die Lage etwas besser.

Es ist schlecht, wenn Kommunen oder private Träger helfen müssen.
Der Freistaat lässt junge Menschen im Stich.
Die Zukunft der jungen Menschen hängt zu sehr vom Geld der Kommunen ab.

Wirkung der Schul-Sozial-Arbeit

Eine Studie aus Passau zeigt die Wirkung der Schul-Sozial-Arbeit.
Sie hilft Schülern im Schul-Alltag.
Sie hilft auch bei der Vor-Beugung von Problemen.
Schul-Sozial-Arbeit verhindert Jugend-Kriminalität.
Sie verringert das Risiko, dass Schüler Klassen wiederholen.

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