Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag

Sorbische Minderheit

Die Verfassung verpflichtet jede sächsische Regierung, die sorbische Minderheit zu schützen. Die Sorben sollen ihre angestammte Sprache, Kultur und Überlieferung entwickeln können, „insbesondere durch Schulen, vorschulische und kulturelle Einrichtungen.“ Dieser Anspruch ist nicht eingelöst. Zwar sind sorbische Dörfer kaum mehr durch Kohlebagger bedroht, aber es fehlen sorbische Lehrkräfte, das Schulnetz wird dünner. Immer wieder gibt es Übergriffe, nicht nur auf sorbische Ortsschilder.

Wir wollen Sicherheit für die Sorben. Sorbischsprachige Polizisten sollen im Siedlungsgebiet wirken. Schulstandorte müssen bleiben, der Sprachunterricht auch. Dazu wollen wir mehr junge Menschen für ein solches Lehramtsstudium gewinnen und Lehrkräfte aus Polen, Tschechien und der Slowakei anwerben. Die Stiftung des sorbischen Volkes muss sicher finanziert sein, auch alle anderen Projekte, die sich der sorbischen Kultur und Sprache widmen.

Die Verfassung schützt die sorbische Minderheit in Sachsen.
Die Sorben sollen ihre Sprache und Kultur behalten.
Sie sollen ihre Traditionen weitergeben.
Dafür gibt es Schulen und kulturelle Einrichtungen.

Dieser Schutz klappt nicht gut.
Es gibt zu wenige sorbische Lehrer.
Die Schulen werden weniger.
Manchmal gibt es Probleme mit sorbischen Ortsschildern.

Wir wollen die Sorben schützen.
Polizisten sollen sorbisch sprechen.
Sie sollen in sorbischen Orten arbeiten.
Die Schulen sollen bleiben.
Der Sprachunterricht soll weitergehen.

Wir wollen mehr junge Lehrer für Sorbisch.
Wir wollen Lehrer aus Polen, Tschechien und der Slowakei holen.
Die Stiftung für das sorbische Volk braucht Geld.
Alle Projekte für die sorbische Kultur brauchen Geld.

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Rico Gebhardt

Sprecher für Verfassung und Recht, Innen­politik, Kommunal­politik, Feuer­wehr, Rettungs­dienst, Bevölkerungs­schutz, Haushalts- und Finanz­politik

Rico.Gebhardt@slt.sachsen.de

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