Luise Neuhaus-Wartenberg zur Demo gegen Kulturkürzungen: Ohne Kultur wird’s dunkel – lassen wir das Licht an!

Die Linksfraktion begrüßt die Protestkundgebung „Ohne uns wird’s dunkel“, die am Mittwoch, dem 21. Mai 2025, ab 10 Uhr parallel zur Plenarsitzung vor dem Sächsischen Landtag stattfinden wird. Nicht mit Trillerpfeifen, sondern mit Musik, Szenen und Gesang soll gezeigt werden, was ohne Kultur fehlen würde: Licht, Leben und Vielfalt. Gemeinsam mit Beschäftigten aus sächsischen Theatern und Orchestern wenden sich die Abgeordneten gegen die geplanten Kürzungen im Doppelhaushalt 2025/2026. Dazu erklärt die kulturpolitische Sprecherin Luise Neuhaus-Wartenberg:

„Sachsen hat eine lebendige, vielfältige Kulturlandschaft. Der Haushaltsentwurf der CDU/SPD-Minderheitsregierung gefährdet das alles. Wenn Häuser wegen fehlender Mittel ganze Sparten schließen, Produktionen absagen oder Mitarbeitende verlieren, dann ist das kein Betriebsunfall, sondern politisches Versagen. Der Haushaltsplan der Staatsregierung sieht faktisch Kürzungen vor: Zwar bleiben manche Summen nominell stabil, doch Tarifsteigerungen, Inflation und gestiegene Betriebskosten werden nicht berücksichtigt. Besonders betroffen sind kommunale Theater und Orchester sowie die freie Szene.

Allein das Theater Plauen-Zwickau meldet ein Defizit von 3,3 Millionen Euro im Jahr 2025. Drei Produktionen wurden bereits gestrichen. Auch das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau, das Mittelsächsische Theater oder das Theater Bautzen schlagen Alarm. Förderprogramme für freie Träger, Soziokultur oder Erinnerungskultur sollen ebenfalls massiv gekürzt werden. Gerade in strukturschwachen Regionen ist Kultur nicht Beiwerk, sondern Teilhabe, Bildung, Identität. Dieser Haushaltsentwurf dreht das Licht ab – dabei brauchen wir mehr kulturelles Leuchten, nicht weniger.

Wir stehen an der Seite der Beschäftigten, Ensembles und Initiativen. Ihr Protest ist nicht nur berechtigt, er ist überfällig – auch wir werden präsent sein. Ohne sie wird’s tatsächlich dunkel. Wir werden alles dafür tun, damit das nicht passiert, und wenden uns gegen die Haushaltskürzungen. Die Linksfraktion fordert: Die Zuschüsse müssen dynamisch an die Kostenentwicklung angepasst werden. Der Kulturpakt II muss verstetigt und das Kulturraumgesetz grundlegend weiterentwickelt werden.“

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