Kosel: Sorbische Sprachräume sind wichtiger als Image-Kampagnen – Wirksamkeit der Maßnahmenpläne unklar

Zum heute von der Sächsischen Staatsregierung beschlossenen zweiten Maßnahmenplan für die sorbische Sprache erklärt Heiko Kosel, Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag für nationale Minderheiten:

„Das Anliegen ist löblich, es steht jedoch auf tönernen Füßen: Denn bis heute gibt es keine ehrliche und selbstkritische Bilanz dessen, was der erste Maßnahmenplan von 2013 für die sorbische Sprache gebracht hat. Jetzt werden dem zweiten Maßnahmenplan alle die guten Wünsche auf den Weg gegeben, die schon vor sechs Jahren zu hören waren.

Was bis heute fehlt, ist der Geist des offensiven Ermöglichens. Warum hat denn der Freistaat Sachsen den Kommunen noch keine simultane Übersetzungstechnik angeboten, damit überall dort, wo sorbische Gemeinderäte sind, bei Gemeinderatssitzungen auch sorbisch gesprochen werden kann? Natürlich haben wir nichts gegen prosorbische Imagekampagnen, das Wichtigste für die Zukunft des Sorbischen aber ist die Förderung von sorbischen Sprachräumen – hier besteht der größte Nachholbedarf. Dass ihm der zweite Maßnahmenplan gerecht wird, muss erst noch unter Beweis gestellt werden.

Im Übrigen würde es die Beurteilung des Planes ungemein erleichtern, wenn er der Öffentlichkeit auch offiziell zugänglich gemacht würde.“

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