Jalaß zu neuen Wissenschaftspakten: Die Kernaufgabe Lehre wird weiter vernachlässigt
Zum Ergebnis der Verhandlungen von Bund und Ländern zum "Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken", zum "Innovationspakt in der Hochschullehre" und zum Pakt für Forschung und Innovation IV erklärt René Jalaß, Sprecher der Linksfraktion für Wissenschafts- und Hochschulpolitik:
"Der Bund steigt endlich langfristig in die Grundfinanzierung der Hochschulen ein. Dies ist ein gutes Ergebnis aus den Verhandlungen um die weitere Finanzierung der Bund-Länder-Pakte im Hochschulbereich. Das wichtigste und wirklich drängendste Problem, nämlich die Themen gute Lehre und gute Arbeit, sind aber wieder nicht angegangen worden. Die Lehre braucht dringend eine Lobby!
Es wird außerdem keine Dynamisierung geben. Der Qualitätspakt Lehre wurde zu Gunsten der anderen Pakte gekürzt und auch der Parameter ,unbefristetes wissenschaftliches Personal` hat keinen Eingang in die bundesweiten Regularien gefunden. Das sollen dann die Länder für sich klären. Für alle Aktiven, in den Mittelbauinitiativen und der NGAWiss, ist das ein Schlag ins Gesicht. Was das für Sachsen bedeutet ist, auch klar – denn hier ist in den letzten Jahren kaum etwas für reguläre Dauerstellen in der Wissenschaft passiert und so wird es dann wohl auch bleiben.
Jedoch hat Sachsen die Chance, durch eine Sonderfinanzierung, die für die Stadtstaaten sowie für die ostdeutschen Länder eingestellt wird, die vielen geschaffenen Studienplätze zu erhalten. Das ist gut und schön. Aber ohne qualitativ hochwertige Lehre ist das kein großer Wurf."
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