Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag
Lehrkräftemangel
Der Stundenausfall in Sachsen ist noch immer dramatisch, vor allem abseits der Großstädte. So sehr sich die Lehrkräfte auch bemühen: Der Unterricht kann vielerorts nicht abgesichert werden, viel zu viele junge Menschen bleiben ohne Schulabschluss. Abhilfe ist nur noch mittel- bis langfristig möglich. Gemeinsame Problemlösungen, die mit allen Seiten entwickelt werden und dadurch zum nötigen Wohlwollen führen, fehlen weiterhin. Unser Land verdient eine neue Lernkultur, die junge Menschen auf die Zukunft vorbereitet und die Lehrkräfte nicht krank macht!
Es sind große Schritte notwendig, und das im laufenden Schulalltag. Lehrkräfte sollen sich auf den Unterricht konzentrieren können. Mehr Assistenzkräfte sowie Fachkräfte für Verwaltung, IT, Schulsozialarbeit und Psychologie sollen sie entlasten. Mehr fächerverbindender Unterricht ist ebenso sinnvoll wie mehr Hybridunterricht und digitalgestütztes Selbstlernen. Überfällig ist es auch, Prüfungsaufgaben anzugleichen und die Prüfungslast zu senken - letzteres hilft den Schülerinnen und Schülern genauso wie den Lehrkräften. Um mehr Personal zu gewinnen, ist es vernünftig, Lehrkräfte flexibler an den Schularten einsetzbar zu machen, auch wenn sie „nur“ ein Fach unterrichten können. Wir fordern zudem Rahmenlehrpläne, die mehr Freiraum für Lehrende und Lernende lassen.
Das Lehramtsstudium muss stärker in die Regionen gebracht und praxisnäher werden. Die Studierenden sollten viel häufiger den Schulalltag kennenlernen und unterstützen. Es kommt vor allem darauf an, Studienabbrüche zu vermeiden. Die Studierenden sollen nicht für eine wissenschaftliche Karriere, sondern für den Bildungsberuf ausgebildet werden. Wer beispielsweise Mathematik studiert, um später Kinder im Grundschulalter zu unterrichten, muss sich nicht auf demselben fachlichen Niveau ausgebildet werden wie jemand, der Mathematikprofessor werden möchte. Lehrkräfte sollten zudem nicht mehr für Schularten, sondern für Schulstufen ausgebildet werden, damit sie flexibel einsetzbar sind und altersgerecht unterrichten können.
Ein attraktives Angebot wird Sachsen nur machen können, wenn moderne Bildungskonzepte mehr Raum bekommen. Die Zahl der Gemeinschaftsschulen, die längeres gemeinsames Lernen ermöglichen, ist immer noch winzig. Auch das wollen wir ändern.
Der Stundenausfall in Sachsen ist sehr groß.
Vor allem außerhalb der großen Städte fehlt Unterricht.
Viele junge Menschen bekommen keinen Schulabschluss.
Lehrkräfte bemühen sich sehr.
Aber sie können den Unterricht oft nicht sichern.
Es gibt noch keine schnellen Lösungen.
Nur langfristig kann sich etwas ändern.
Alle Seiten müssen zusammenarbeiten.
Das fehlt aber noch.
Unser Land braucht eine neue Lern-Kultur.
Die neue Lern-Kultur soll junge Menschen auf die Zukunft vorbereiten.
Sie soll die Lehrkräfte nicht krank machen.
Große Schritte sind jetzt nötig.
Das muss im Schulalltag passieren.
Lehrkräfte sollen sich auf den Unterricht konzentrieren.
Sie brauchen mehr Hilfe von Assistenz-Kräften.
Auch Fach-Kräfte für Verwaltung, IT, Schul-Sozial-Arbeit und Psychologie sollen helfen.
Mehr fächer-Verbindender Unterricht ist gut.
Auch Hybrid-Unterricht und digitales Selbst-Lernen helfen.
Prüfungs-Aufgaben sollen gleich gemacht werden.
Die Prüfungs-Last soll kleiner werden.
Das hilft Schülern und Lehrkräften.
Lehrkräfte sollen flexibler an verschiedenen Schul-Arten arbeiten.
Auch wenn sie nur ein Fach unterrichten können.
Wir wollen mehr Freiraum für Lehrkräfte und Schüler.
Dafür brauchen wir neue Rahmen-Lehr-Pläne.
Das Lehr-Amts-Studium soll näher an die Regionen kommen.
Studierende sollen mehr Praxis im Schul-Alltag haben.
Studien-Abbrüche sollen vermieden werden.
Studierende lernen für den Bildungs-Beruf.
Sie lernen nicht für eine wissenschaftliche Karriere.
Wer Mathematik für Grund-Schulen studiert, muss nicht das Gleiche können wie ein Professor.
Lehrkräfte sollen für Schul-Stufen ausgebildet werden.
So können Lehrkräfte flexibel arbeiten.
Sie können alters-Gerecht unterrichten.
Moderne Bildungs-Konzepte brauchen mehr Raum.
Die Zahl der Gemeinschafts-Schulen ist noch sehr klein.
Wir wollen das ändern.
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