Susanne Schaper: Auch Hendrik Streeck propagiert, dass die Alten finanzverträglich leiden müssen – die haben das nicht verdient!
Der Gesundheitspolitiker und Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), stellt öffentlich infrage, dass hochbetagte Menschen im Erkrankungsfall weiterhin Anspruch auf alle geeigneten Medikamente haben sollen. Die Vorsitzende und gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion,Susanne Schaper, erklärt dazu:
„Schon der Vorstandsvorsitzende der Sana Kliniken AG, Thomas Lemke, hat unlängst in Frage gestellt, ob ältere Menschen noch alle medizinischen Leistungen erhalten sollen. Etwa Hüften und Kniegelenke sollten nicht mehr oder nur noch mit Eigenbeteiligung ersetzt werden. Jetzt propagiert auch ein offizieller Vertreter der Bundesregierung finanzverträgliches Leiden für die Alten. Wer will ethisch vertretbar festlegen, ab welchem Alter und bei welchem Krankheitsbild sich ein bestimmter Eingriff nicht mehr ,lohnt‘? Solche Vorschläge lösen keine Probleme, sondern sie verschlechtern die Versorgung – zulasten älterer Menschen. Wer erkrankt ist, verdient in einer humanistischen Gesellschaft Heilung und Linderung, und das bis zum letzten Tag. Wer eine medizinische Leistung benötigt, muss diese bekommen – Punkt! Auch alte Menschen zahlen von ihrer oft kargen Rente in die Krankenversicherung ein. Sie haben eine solche Debatte nicht verdient.
Wir müssen das Gesundheitswesen besser finanzieren, Kosten senken und Ressourcen klüger einsetzen. Das gelingt, indem Menschen mit hohen und höchsten Einkommen gerecht zur Solidargemeinschaft beitragen. Bisher zahlen sie nur bis zu einem Jahreseinkommen von 66.150 Euro in die Krankenversicherung ein – sofern sie nicht in private Versicherungen entschwunden sind. Zu klären ist auch, wie wir die Krankenhauslandschaft erhalten. Dazu haben wir einen Antrag eingereicht (Drucksache 8/4097), zu dem der Sozialausschuss am Montag Sachverständige anhören wird.“
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