Stefan Hartmann zu schädlichen Abgasen in Waggons: Bahnstrecke zwischen Chemnitz und Leipzig endlich elektrifizieren!
Wie die Freie Presse berichtet, hat das Eisenbahnbundesamt die Mitteldeutsche Regiobahn angewiesen, auf der Strecke zwischen Chemnitz und Leipzig nicht mehr alle klimatisierten Doppelstockwagen zu besetzen. Hintergrund sind schädliche Abgaskonzentrationen im Wageninneren: Die alten Dieselloks der Baureihe 223 stoßen Abgase über das Dach aus, die von der ebenfalls auf dem Dach platzierten Luftansaugung nachfolgender Waggons aufgenommen werden können. Folglich darf der erste Waggon in Fahrtrichtung Chemnitz nicht mehr besetzt werden, weil die Lokomotive dann zieht und nicht schiebt. Der verkehrspolitische Sprecher der Linksfraktion, Stefan Hartmann, sagt:
„Als Sven Morlok von der FDP der sächsische Verkehrsminister war, wurde schon um zeitgemäße Verbindungen zwischen Leipzig und Chemnitz und die Elektrifizierung dieser Strecke gerungen. Das ist fünfzehn Jahre. Seitdem versagt die Staatsregierung weiter dabei, dieses Problem zu lösen. Das ist peinlich. Wenn Fahrgäste nicht nur lange unterwegs sind, sondern auch noch krebserregende Abgase einatmen müssen, könnte der Handlungsbedarf kaum größer sein! Unserer Kenntnis nach sind diese Loks und das Wagenmaterial schon seit rund zehn Jahren auf dieser Strecke im Einsatz.
Die beiden Metropolregionen müssen mit einer elektrifizierten Bahnstrecke verbunden werden, und das zweigleisig. Sonst gibt es keinen schnellen, attraktiven und sicheren Eisenbahnverkehr. Genau das fordern wir seit über einem Jahrzehnt im Landtag ein.“
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