Stefan Hartmann: Volks­wagen darf die ost­deutschen Standorte nicht im Stich lassen - Kretschmer muss Druck auf­bauen

Ministerpräsident Michael Kretschmer und Wirtschaftsminister Dirk Panter besuchen heute gemeinsam mit dem Bundesumweltminister Carsten Schneider das VW-Werk in Zwickau. Der wirtschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion, Stefan Hartmann, erklärt dazu:

„Der Ministerpräsident hat von Volkswagen weitreichende Vereinbarungen zur Zukunft der sächsischen Werke gefordert und ist bei der Konzernleitung abgeblitzt. Er muss nun gemeinsam mit dem Bund, dem Land Niedersachsen und weiteren Akteuren politischen Druck aufbauen. Mit seiner Forderung nach mehr Arbeitsstunden - was nichts anderes wäre als eine Lohnsenkung - wird er das nicht erreichen.

Die VW-Führung darf die ostdeutschen Standorte nicht im Stich lassen. In Sachsen gibt es kein privates Unternehmen, für das mehr Menschen tätig sind als für VW. Es kann nicht sein, dass in Wolfsburg Sonderschichten gefahren werden, während in Sachsen Job-Abbau ansteht. Volkswagen fährt immer noch Milliardengewinne ein!

Für die Gläserne Manufaktur in Dresden muss schnellstens eine Vereinbarung her, damit langfristig und gemeinsam mit der hiesigen Exzellenzuniversität ein Forschungs- und Innovationszentrum entsteht, das möglichst vielen der Beschäftigten weiter einen guten Arbeitsplatz bietet. Die Beschäftigten im gut ausgelasteten VW-Motorenwerk Chemnitz verdienen ebenso eine Perspektive wie die vielen Zulieferbetriebe.

In der Automobilindustrie läuft weltweit alles auf E-Mobilität zu. Für das hochmoderne Zwickauer VW-Werk ist klar, dass nur Elektromobilität die Zukunft bringt. Die politische Endlos-Debatte um das Verbrenner-Aus hilft niemandem. Entscheidend ist nicht, welchen Zeitpunkt die Politik festlegt. Vielmehr muss es zügig attraktiver werden, ein E-Auto zu fahren - vor allem günstiger! Volkswagen muss endlich Modelle anbieten, die für normale Leute bezahlbar sind. Das Ladenetz muss dichter und Ladestrom billiger werden. Es ist gut, dass jetzt verstärkt über Leasing-Modelle diskutiert wird, doch auch hier entscheidet im Niedriglohnland Sachsen vor allem der Preis über den Erfolg.“

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