Gebhardt: Erich Iltgen war ein Konservativer und Landtagspräsident, wie man ihn sich auch als Linker wünscht

Zum Tode des früheren Präsidenten des Sächsischen Landtages Erich Iltgen (CDU) erklärt der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, Rico Gebhardt:

Erich Iltgen war ein Konservativer, wie man ihn sich auch als Linker wünscht: ein Mann des Ausgleichs, der das „C“ im Namen seiner Partei ernstgenommen und klare Kante gegen Nazis gezeigt hat. Im Amt war er gerecht; Schärfe war nicht seine Sache, auch wenn er sie hin und wieder anzuwenden wusste. Ein Gespräch, um Konflikte zu klären, war mit ihm immer möglich. Respektvolle Distanz wusste er zum Vorteil seiner Amtsführung zu wahren.

Erich Iltgen hat, auch vor seinem beruflichen Hintergrund, entscheidend und mit Fachkompetenz zum Aufbau des heutigen Freistaates und des Landtages beigetragen. Vor allem aber war er stets darauf bedacht, dem vom Volke gewählten Verfassungsorgan Landtag den ihm gebührendem Respekt und Stellenwert zu verschaffen, vor allem gegenüber der Regierung. Seine lange Amtszeit war nicht nur der Macht der Mehrheit geschuldet, sondern nicht zuletzt der Achtung, die er im gesamten Parlament genoss.

Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.

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