Gebhardt: Bessere Beteiligungs-Quote Ostdeutscher anstreben – wer den Osten stärken will, darf dieses Thema nicht tabuisieren!

Anlässlich der heutigen Ost-Konferenz der LINKE-Bundestagsfraktion erklärt Rico Gebhardt, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag:

Seit Anfang des Jahres wissen alle, die es wissen wollen: Das Grundgesetz gebietet eine angemessene Berücksichtigung der Bevölkerung der Bundesländer bei der Besetzung von Stellen in Bundesbehörden. Das ergab ein Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages im Auftrag des Ostbeauftragten der Linksfraktion.

Ostdeutsche stehen in Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft 30 Jahre nach dem Fall der Mauer oft genug vor einer Karriere-Mauer. Sie sind an der Spitze von Hochschulen gar nicht, in den Führungsetagen großer Unternehmen höchst selten vertreten und in verantwortlichen Positionen von Bundesbehörden eine Seltenheit. Das darf nicht länger tabuisiert werden, ebenso die mangelnde Ansiedlung von Bundesbehörden im Osten. Ich begrüße daher die erneute Initiative der Bundestagsfraktion, die wir unterstützen.

Ich habe den sächsischen Ministerpräsidenten Kretschmer schon im Januar aufgefordert, die ganze Debatte um Umbrüche und Strukturwandel zu nutzen, die Beteiligung der Menschen aus Sachsen an der Arbeit der über 70 Bundesbehörden in den Fokus zu nehmen und seine Handlungsmöglichkeiten auszuschöpfen. Geschehen ist nichts, was nicht verwundert, hat doch Kretschmer selbst bei der Umbildung seines Kabinetts nach Ende der Ära Tillich überwiegend auf Westdeutsche gesetzt.

Mich erreichten gerade in letzter Zeit auch Klagen jüngerer Sachsen, die nach der Wende mangels Arbeitsplätzen gen Westen gegangen sind und nun gerne wieder in ihrer alten Heimat arbeiten würden. Ihnen falle es schwer, gerade auch im akademischen Bereich Fuß zu fassen, weil sie nicht in den „westdeutschen Netzwerken“ von Lehrstuhlinhabern aus den alten Bundesländern drin seien. Hier darf nichts verallgemeinert werden, gleichwohl zeigt die reine Statistik in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, dass wir zu einer besseren Beteiligungsquote Ostdeutscher nicht im Selbstlauf kommen!

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