Fokuswochen „Demokratie & Zivilgesellschaft“ von Landtags-Linken und sächsischen Bundestagsabgeordneten
Ende April, Ende Mai und Ende Juni 2026 werden die sächsischen Landtags- und Bundestagsabgeordneten der Linken jeweils drei Tage lang in Sachsen unterwegs sein. Im Rahmen ihrer Fokuswochen „Demokratie & Zivilgesellschaft“ besuchen sie zivilgesellschaftliche Initiativen, Vereine, Gruppen und Institutionen, die sich für Demokratie engagieren. Der Fokus liegt außerhalb der Großstädte. Linksfraktionschefin Susanne Schaper erklärt:
„Wir wollen Erkenntnisse bei denjenigen sammeln, die sich täglich für die Demokratie und die Menschenrechte engagieren, und ihrer Arbeit Respekt sowie Sichtbarkeit geben. Demokratische Räume müssen geöffnet und erhalten werden - durch Präsenz, Gespräch, Ermutigung, Anerkennung und politische Rückendeckung. Wir stellen uns dagegen, wenn ehrenamtlich Engagierte in die Defensive gedrängt werden sollen. Die demokratischen Institutionen können ohne eine lebendige Zivilgesellschaft nicht auskommen. Im Landtag treten wir dafür ein, sie verlässlich zu fördern, bestenfalls auch dann, wenn es in den Kommunen rechte Mehrheiten gegen Fördervorhaben gibt.“
Die folgenden Termine sind geplant:
Dienstag, 28. April 2026: Landkreis Görlitz
Mit Juliane Nagel (MdL) und Caren Lay (MdB)
10:00–12:30 Uhr: Demokratiefrühstück - „Antifaschistische & Demokratiearbeit im LK Görlitz“, Kollektiv Schulstraße e.V., Schulstraße 8, 02826 Görlitz (nicht medienöffentlich)
Erfahrungsaustausch und Dialog mit Engagierten und regionalen Sachverständigen der Demokratie- und Zivilgesellschaftsarbeit im Landkreis Görlitz. Input von Juliane Nagel zu Demokratie- und Jugendpolitik im ländlichen Raum. Gespräch über die Förderpraxis.
13:00–15:00 Uhr: Treffen beim Meetingpoint Memory Messiaen, Demianiplatz 40, 02826 Görlitz bzw. in den Räumen am Stalag VIII-A (Stammlager VIII A), Jeńców Stalagu VIII, 59-900 Zgorzelec, Polen
Am Ort des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Stalag VIII A leistet der Verein grenzüberschreitende deutsch-polnische Erinnerungsarbeit, vor allem für junge Menschen. Die linken Abgeordneten wollen die Engagierten kennenlernen und über Herausforderungen sprechen. Im Mittelpunkt soll auch stehen, welche Erwartungen bezüglich politischer und parlamentarischer Unterstützung bestehen.
15:30–17:00 Uhr: Demokratisierung des Wohnens - Gespräch mit dem Mietshäuser Syndikat Görlitz, Grünes Örtchen, Sohrstraße 8, 02826 Görlitz (nicht medienöffentlich)
Wie kann Wohnen stärker demokratisch organisiert werden? Dazu gibt es Modelle der Selbstverwaltung, bei denen Mieterinnen und Mieter Verantwortung für ihre Häuser übernehmen und bezahlbaren Wohnraum sichern. Im Gespräch geht es unter anderem um die Frage, wie solche Wohnformen politisch besser unterstützt werden können.
18:30–21:30 Uhr: Kultur & Politikevent im Jugendkulturzentrum Basta in Görlitz, Hotherstraße 25: Beats, Bühne, Debatte - Jugendkultur trifft Politik
Musik, Rap und Spoken Word stehen neben Gesprächen über die Bedingungen von Jugendkultur im ländlichen Raum. Zwischen den Auftritten geht es um Erfahrungen junger Kreativer, um den Erhalt von Freiräumen, Förderung und Selbstorganisation.
Mittwoch, 29. April 2026: Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge
Mit Susanne Schaper (MdL)
14:00–16:30 Uhr: Werkstattgespräch: Ehrenamt im Bevölkerungsschutz - zivilgesellschaftliches Engagement im Katastrophenschutz. Johanniter-Unfall-Hilfe e. V., Zschierener Straße 5, 01809 Heidenau
Freiwillige Helferinnen und Helfer übernehmen Verantwortung und tragen dazu bei, dass Hilfe in Krisen- und Ausnahmesituationen verlässlich organisiert werden kann. Das Werkstattgespräch dient dazu, ihre Arbeit näher kennenzulernen, über Erfahrungen zu sprechen und Input für die politische Arbeit zu bekommen.
Donnerstag, 30. April 2026, Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge
Mit Juliane Nagel (MdL)
14:00–16:00 Uhr: Fachgespräch in Pirna - Jugend- und Demokratiearbeit vor Ort – Erfahrungen aus der Region im Umgang mit rechtsextremen Einstellungen. Verdi Regionaltreff Pirna, Breite Straße 9, 01796 Pirna (nicht medienöffentlich)
Rechtsextreme Einstellungen gewinnen unter jungen Menschen zunehmend an Sichtbarkeit. Fachkräfte der Jugend-, Bildungs- und Demokratiearbeit erleben das vielerorts in ihrem beruflichen Alltag. Das Fachgespräch soll Raum für einen offenen Austausch zwischen Politik und lokaler Praxis schaffen - mit Vertreterinnen und Vertretern aus Jugendhilfe, politischer Bildung und zivilgesellschaftlichen Initiativen.
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