Weiter zehntausende Rentnerinnen und Rentner berufstätig – niemand darf gezwungen sein, den Ruhestand zu verschieben!
Laut der Arbeitsagentur ist die Zahl der Menschen, die im Rentenalter weiterarbeiten, in Sachsen weiterhin groß. Derzeit sind etwa 60.000 Menschen weiter beschäftigt, die meisten geringfügig. Arbeit im Rentenalter ist auch in Sachsen ein wachsendes Phänomen – das belegen unsere regelmäßigen Landtagsanfragen seit Jahren.
Wer im Alter weiterarbeiten möchte, soll dies tun – das hilft unserer vom Arbeitskräftemangel geplagten Gesellschaft und bedeutet für viele Menschen auch persönliche Erfüllung, oder jedenfalls höhere Rentenansprüche. Es darf aber niemand wegen Geldmangels dazu gezwungen sein, den verdienten Ruhestand zu verschieben! Im Osten ist die gesetzliche Rente für viele die einzige Einkommensquelle, die aber immer mehr Menschen nicht zum Leben reicht. Bestandsrentnerinnen und -rentner in Sachsen erhielten 2024 im Durchschnitt 1.345,80 Euro, neue Rentnerinnen und Rentner bekamen durchschnittlich nur noch 1.249,69 Euro (Statistik 2024 der Deutschen Rentenversicherung). Da fällt es schwer, mit steigenden Preisen und Mieten klarzukommen.
Damit alle ihren Ruhestand genießen und frei darüber entscheiden können, ob sie arbeiten wollen, muss die gesetzliche Rentenversicherung eine sichere Bank für alle sein. Das ist möglich, wenn alle Erwerbstätigen einbezogen werden und für ihre gesamten Einkünfte im Job und am Finanzmarkt Beiträge in den Rententopf entrichten. Das muss künftig auch für Abgeordnete, Selbstständige oder die Beamtinnen und Beamten gelten. Österreich hat vorgemacht, wie sich eine solche große, gerechte Veränderung umsetzen lässt. Die Beitragsbemessungsgrenze muss weg, damit auch Menschen mit hohem Einkommen pflichtgemäß zur Solidargemeinschaft beitragen. Wir wollen eine solidarische Mindestrente in Höhe von 1.400 Euro netto im Monat für alle einführen, bei der Rentenbesteuerung müssen großzügige Freibeträge gelten.
Hintergrund: Arbeitende Rentnerinnen und Rentner in Sachsen
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Stand zum Jahresende |
sozialversicherungspflichtig beschäftigt |
geringfügig beschäftigt |
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2008 |
4.108 |
27.563 |
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2009 |
4.650 |
28.824 |
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2010 |
4.748 |
29.865 |
|
2011 |
5.134 |
29.982 |
|
2012 |
5.824 |
30.752 |
|
2013 |
6.959 |
34.654 |
|
2014 |
7.034 |
37.285 |
|
2015 |
8.767 |
39.953 |
|
2016 |
10.013 |
44.702 |
|
2017 |
11.879 |
48.749 |
|
2018 |
13.773 |
51.725 |
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2019 |
10.345 |
47.471 |
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2020 |
10.437 |
45.423 |
|
2021 |
10.959 |
45.480 |
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2022 |
11.935 |
45.938 |
|
2023 |
12.934 |
47.808 |
|
2024 |
13.884 |
48.448 |
Viele Rentner und Rentnerinnen arbeiten weiter.
In Sachsen sind es 60.000 Menschen.
Die meisten arbeiten nur wenig.
Das ist ein wachsendes Problem.
Wir fragen oft im Landtag nach.
Arbeiten im Alter
Wer im Alter arbeiten will, soll das tun.
Das hilft der Gesellschaft.
Es gibt mehr Geld für die Rente.
Aber niemand soll gezwungen werden.
Der Ruhestand ist wichtig.
Im Osten reicht die Rente oft nicht zum Leben.
2024 bekamen Rentner und Rentnerinnen in Sachsen 1.345 Euro im Monat.
Neue Rentner und Rentnerinnen bekamen 1.249 Euro.
Die Preise und Mieten steigen.
Das macht das Leben schwer.
Rente sicher machen
Die Rente muss sicher sein.
Alle Menschen, die arbeiten, sollen einzahlen.
Das gilt für alle Berufe.
Auch für Politiker, Selbstständige und Beamte.
Österreich zeigt, wie das geht.
Die Beitragsgrenze soll wegfallen.
Auch Menschen mit viel Geld sollen einzahlen.
Wir wollen eine Mindestrente von 1.400 Euro netto.
Die Steuer auf Rente soll fair sein.
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