Schulsozialarbeit im bundesweiten Vergleich - Sachsen ist qualitativ gut, allerdings zu Lasten der Fachkräfte
Die landesbezogene Auswertung der Studie „Schulsozialarbeit im bundesweiten Vergleich“ (SibV) der LAG Schulsozialarbeiten und der GEW Sachsen wurde heute vorgestellt.
Die psychische Belastung von Schülerinnen und Schülern in Sachsen nimmt zu, die Abbruchquote an den Lehreinrichtungen sowie die Zahl der Schulverweigerungen steigen stetig.
Die Schulsozialarbeit, deren Qualität in Sachsen als gut eingeschätzt wird, ist einer der wichtigsten Faktoren an allen Schulformen zur Unterstützung junger Menschen im Lernalltag und darüber hinaus. Die sachsenspezifische Auswertung der Studie zeigt, dass eine langfristige Finanzierung und eine gesetzliche Verankerung sicherzustellen, richtig und wichtig ist. Diese Forderung der Linksfraktion teilen viele Fachkräften - laut Studie fast 25 Prozent zu knapp 8 Prozent im bundesweiten Durchschnitt. Ein deutliches Zeichen an die Staatsregierung, umgehend Abhilfe zu schaffen.
Auch die personelle Aufstockung und die jeweilige Zuständigkeit für nur einen Standort ist für die Fachkräfte, rund 37 Prozent der Interviewten, an den Schulen ein besonderes Anliegen. Seit vielen Jahren weisen wir darauf hin, dass für Schulsozialarbeit an allen Schulen feste Stellen nötig sind.
Die vielen jungen Fachkräfte brauchen langfristige Perspektiven, Planungssicherheit und die Möglichkeit in Teams zu arbeiten. Fast die Hälfte der Fachkräfte haben in den letzten 12 Monaten über einen Arbeitsfeldwechsel nachgedacht. Die Gründe liegen auf der Hand: Sie sind „Einzelkämpfer:innen“ an ihren Schulen, die emotionale Belastung ist hoch. Der Druck auf Grund von befristeten Arbeitsverträgen steigt. Hinzu kommt die fehlende Wertschätzung.
Wir beobachten diese Entwicklungen in Sachsen mit großer Sorge, denn die Landesfinanzierung für die Schulsozialarbeit stagniert. So ist es an den Trägern gezwungen, Drittmittel zu organisieren, wie es in der Antwort auf eine Kleine Anfrage heißt.
Studie zur Schulsozialarbeit
Die Studie vergleicht Schulsozialarbeit in Deutschland.
Sachsen hat gute Qualität bei der Schulsozialarbeit.
Die Studie zeigt Probleme bei den Fachkräften in Sachsen.
Probleme bei Schülern
Schüler in Sachsen haben mehr psychische Probleme.
Mehr Schüler brechen die Schule ab.
Mehr Schüler verweigern den Schulbesuch.
Wichtigkeit der Schulsozialarbeit
Schulsozialarbeit hilft Schülern im Alltag.
Sie ist an allen Schularten wichtig.
Sachsen will Schulsozialarbeit langfristig sichern.
Fachkräfte in Sachsen
Fast 25 Prozent der Fachkräfte sind in Sachsen beschäftigt.
Das ist mehr als im Bundesdurchschnitt von 8 Prozent.
Viele Fachkräfte wollen feste Stellen an einem Standort.
Fachkräfte brauchen langfristige Perspektiven.
Sie wollen in Teams arbeiten.
Fast die Hälfte denkt an einen Jobwechsel.
Fachkräfte arbeiten oft allein an Schulen.
Die Arbeit ist emotional sehr belastend.
Viele haben befristete Verträge.
Sie fühlen sich nicht genug wertgeschätzt.
Finanzierung und Zukunft
Die Landesfinanzierung für Schulsozialarbeit stagniert.
Träger müssen Geld von anderen Stellen holen.
Das zeigt eine Antwort auf eine Kleine Anfrage.
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