Ohne Sanktionen bei Mietwucher hilft die Mietpreisbremse kaum – ihre Verlängerung war dennoch überfällig
Die Zitterpartie endet – gerade noch rechtzeitig wird die Mietpreisbremse für Dresden und Leipzig verlängert. Bei Neuverträgen darf die Miete dann maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Allerdings ist es ein Fehler, die Verordnung bis Mitte 2027 zu befristen, zumal § 556d BGB eine Laufzeit bis 2029 zulässt. Die Staatsregierung könnte die Miethaushalte also besser schützen.
Dazu müssen beispielsweise harter Sanktionen bei Mietwucher her, etwa in Form hoher Bußgelder wie beim Mietwucherparagraphen. Es müssen staatliche Kontrollstellen eingerichtet werden, damit die Mieterinnen und Mieter verlässliche Anlaufstellen haben und Verdachtsfälle geprüft werden. Darüber wird der Landtag auf unseren Antrag hin beraten.
Die Mietpreisbremse kann den Mieten-Anstieg höchstens dämpfen, aber es sind weitere Schritte nötig. Im Bund streitet Die Linke gegen Ausnahmen von der Mietpreisbremse, etwa bei Modernisierungen oder möblierten Zimmern. Ein wirksames Instrument wäre zudem ein bundesweiter Mietendeckel, der in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt wirkt und beispielsweise Mietobergrenzen definiert. Wir wollen mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen, vor allem für Menschen, die nur einen geringen oder mittleren Lohn bekommen oder Sozialleistungen brauchen.
Die Miet-Preis-Bremse senkt den Anstieg der Mieten.
Sie reicht aber nicht aus.
Es braucht weitere Schritte.
Streit um Ausnahmen
Die Linke will keine Ausnahmen bei der Miet-Preis-Bremse.
Zum Beispiel bei Modernisierungen oder möblierten Zimmern.
Miet-Deckel als Lösung
Ein Miet-Deckel hilft gegen hohe Mieten.
Er gilt in Orten mit wenig Wohn-Raum.
Der Miet-Deckel legt eine Ober-Grenze für Mieten fest.
Ziel bezahlbarer Wohn-Raum
Wir wollen mehr bezahlbaren Wohn-Raum schaffen.
Das gilt für Menschen mit wenig oder mittlerem Lohn.
Auch für Menschen mit Sozial-Leistungen.
Diesen Beitrag teilen!
Du hast Fragen
oder möchtest einfach reden?
Die Linke Fraktion
im Sächsischen Landtag
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden, Sachsen
Telefon 0351 4935800
E-Mail linksfraktion@slt.sachsen.de
Oder schreibe uns auf unseren Social-Kanälen: