Nachteil­sausgleich bei Rechen­schwäche ist überfällig - Landtags­beschluss schnell umsetzen

Gestern Abend hat der Landtag einen fraktionsübergreifenden Antrag beschlossen, der darauf abzielt, Rechenschwäche (Dyskalkulie) als Teilleistungsschwäche anzuerkennen. Betroffene Schülerinnen und Schüler sollen einen Nachteilsausgleich erhalten. So können sie mehr Arbeitszeit für schriftliche Leistungen, differenzierte Aufgabenstellungen und Platz für Nebenrechnungen bekommen oder von besonderen didaktisch-methodischen Hilfsmitteln profitieren. Sachverständige sollen in einer Arbeitsgruppe die Details entwickeln.

Die Staatsregierung muss den Beschluss schnellstens umsetzen. Mit Sachverständigen aus der Wissenschaft - etwa aus den Bereichen Didaktik der Mathematik, Psychologie, Lerntherapie, frühkindliche Bildung - und aus der pädagogischen Praxis in Kindergarten, Hort und Schule muss sie die individuelle Förderung gewährleisten. Die heutigen und künftigen Lehrkräfte müssen im Umgang geschult werden. Selbstverständlich sollten auch Präventionsmaßnahmen ergriffen werden. Das wirksamste Mittel gegen Rechenschwäche besteht darin, früh einzugreifen. Eine gute Förderung in der Kita sowie den Klassen 1 und 2 beugt der Teilleistungsschwäche am besten vor.

Wir müssen wegkommen von der Unterstellung, dass die betroffenen Kinder faul wären und nicht bevorteilt werden sollten. Schlechte Leistungen in einem so wichtigen Fach wie Mathematik führen oft zu Schulangst und zu psychischer Belastung, die im schlimmsten Fall sogar den Schulabschluss gefährden können. Wird Dyskalkulie nicht anerkannt und bleibt Unterstützung aus, verbaut das den betroffenen Schülerinnen und Schülern womöglich die Zukunft. Das darf nicht mehr passieren. Wir haben als Linke darauf gedrungen, diesen Missstand zu beheben, und den Nachteilsausgleich schon vor knapp zehn Jahren im Landtag beantragt.

Nachteilsausgleich für Rechenschwäche

Der Landtag hat einen Antrag beschlossen.
Rechenschwäche heißt auch Dyskalkulie.
Sie ist eine Teilleistungs-Schwäche.
Betroffene Kinder bekommen Nachteilsausgleich.
Sie bekommen mehr Zeit für Aufgaben.

Kinder können andere Aufgaben bekommen.
Sie dürfen Neben-Rechnungen machen.
Sie bekommen besondere Hilfen.
Eine Arbeits-Gruppe plant die Details.
Sachverständige helfen dabei.

Schnelle Umsetzung nötig

Die Staats-Regierung muss den Beschluss schnell umsetzen.
Experten aus Wissenschaft und Praxis helfen.
Sie kommen aus Mathematik, Psychologie und Bildung.
Sie sorgen für gute Förderung in Kita und Schule.
Lehrer und Lehrerinnen bekommen Schulungen.

Frühe Hilfe ist wichtig gegen Rechenschwäche.
Gute Förderung in Kita und Klasse 1 und 2 hilft.
So kann man Rechenschwäche oft verhindern.

Wichtig für betroffene Kinder

Kinder mit Rechenschwäche sind nicht faul.
Sie brauchen Unterstützung und Nachteilsausgleich.
Schlechte Noten machen oft Angst und Stress.
Das kann den Schul-Abschluss gefährden.
Ohne Hilfe verlieren Kinder ihre Zukunft.

Die Linke hat den Nachteilsausgleich vor 10 Jahren beantragt.
Jetzt soll der Missstand behoben werden.

Diesen Beitrag teilen!

Zurück

Du hast Fragen
oder möchtest einfach reden?

Die Linke Fraktion
im Sächsischen Landtag

Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden

Telefon 0351 4935800
E-Mail

Zum Kontaktformular

Oder schreibe uns auf unseren Social-Kanälen:

Schließen

KONTAKT

Die Linke Fraktion
im Sächsischen Landtag

Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden

Telefon 0351 4935800
E-Mail

Hier geht es zum Kontakt