Linksfraktion legt Antrag für sichere Geburtshilfe vor - Eltern verdienen enge Betreuung vor, während und nach der Entbindung

Die Versorgungssicherheit rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett gerät in immer größere Gefahr. 2010 hatte Sachsen 47 Kreißsäle, heute sind nur 31 übrig. Die nächste Schließung steht in Kamenz bevor. Oft fallen Geburtsstationen ersatzlos weg, in einigen Regionen ist eine weit mehr als halbstündige Autofahrt zur nächsten Anlaufstelle nötig. Hinzu kommt der Mangel an Hebammen, der vor allem in den Landkreisen Görlitz und Mittelsachen sichtbar ist. Anlässlich des internationalen Hebammentages hat die Linksfraktion heute einen Antrag beschlossen, der darauf abzielt, die Versorgung zu sichern.

Geburtshilfe ist nicht allein eine klinische Aufgabe. Werdende und neue Eltern brauchen enge Betreuung und Beratung vor, während und vor allem nach der Entbindung. Gerade die Nachsorge ist für die Gesundheit von Mutter und Kind von zentraler Bedeutung, kann jedoch vielerorts nicht abgedeckt werden. Wir wollen überall eine wohnortnahe, barrierefreie und hochwertige Versorgung, die den Bedürfnissen der Familien gerecht wird und das Recht auf eine selbstbestimmte Geburt gewährleistet. Dazu bringen wir jetzt Vorschläge in den Landtag. Es darf nicht sein, dass Kreißsäle schließen, ohne dass in deren bisherigen Einzugsgebieten für Alternativen gesorgt ist.

Die Hebammenkoordinierungsstelle (HeKoSa) erfüllt eine wichtige koordinierende Funktion. Sie unterstützt werdende Eltern und erleichtert den Kontakt zu Hebammen. Interessierte am Beruf können dort Informationen und Externatsplätze finden. Studierende können über die Plattform unkompliziert mit praxisanleitenden Hebammen in Kontakt treten. Daher wollen wir die HeKoSa unbedingt erhalten.

Zwar hat die Akademisierung den Beruf aufgewertet, jedoch fehlen Studienplätze. Etwa ein Viertel der Hebammen scheidet in den nächsten Jahren altersbedingt aus dem Beruf aus. Diese Lücke müssen wir füllen und mehr Studienplätze schaffen, perspektivisch auch abseits von Dresden und Leipzig. Gleichzeitig müssen Hebammen stärker dabei unterstützt werden, im Beruf zu bleiben oder nach Unterbrechungen zurückzukehren.

Außerdem zeigt die Praxis, dass neue Versorgungsansätze - etwa aufsuchende Modelle wie ,Hebammen vor Ort‘ - Versorgungslücken schließen können. Sie ermöglichen schnelle Betreuung auch bei vorfristigen Geburten. Solche erfolgreichen Modellprojekte wollen wir dauerhaft etablieren.

Geburtshilfe in Gefahr

In Sachsen gibt es weniger Kreißsäle als früher.
2010 gab es 47 Kreißsäle.
Heute sind es nur 31.
Eine Schließung steht in Kamenz bevor.
Manchmal müssen Eltern weit fahren.

Es gibt zu wenige Hebammen.
Das ist besonders in Görlitz und Mittelsachsen so.
Die Linksfraktion will die Versorgung sichern.
Sie hat einen Antrag im Landtag gestellt.

Betreuung vor und nach der Geburt

Eltern brauchen Hilfe vor, während und nach der Geburt.
Die Nachsorge ist wichtig für Mutter und Kind.
Viele bekommen diese Hilfe nicht.
Die Versorgung soll wohnortnah und barrierefrei sein.
Eltern sollen selbst über die Geburt entscheiden.

Kreißsäle dürfen nicht einfach schließen.
Es muss Ersatz in der Nähe geben.
Die Linksfraktion bringt Vorschläge in den Landtag.

Hebammenkoordinierungsstelle HeKoSa

Die HeKoSa hilft Eltern und Hebammen.
Sie vermittelt Kontakte zu Hebammen.
Sie gibt Informationen für Hebammen und Studierende.
Die Linksfraktion will die HeKoSa erhalten.

Mehr Hebammen und Studienplätze

Der Beruf der Hebamme ist wichtiger geworden.
Es gibt zu wenige Studienplätze.
Viele Hebammen hören bald auf zu arbeiten.
Es fehlen viele Hebammen in den nächsten Jahren.
Mehr Studienplätze sollen geschaffen werden.

Hebammen sollen besser unterstützt werden.
Sie sollen im Beruf bleiben oder zurückkommen.
Das ist wichtig für die Versorgung.

Neue Versorgungsmodelle

Neue Modelle helfen bei der Betreuung.
Zum Beispiel ,Hebammen vor Ort‘.
Sie helfen auch bei Frühgeburten.
Solche Projekte sollen dauerhaft bleiben.

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