Kultusminister stellt Bedarfsprognose für Lehrkräfte vor – Spoiler: Seine Rechnung geht nicht auf
Kultusminister Conrad Clemens (CDU) hat die Lehrkräftebedarfsprognose bis 2040 vorgestellt. Zahlen, Zahlen, Zahlen: Im Mittelpunkt steht, wie viele Schülerinnen und Schüler es geben wird. Insgesamt wird in einigen Jahren ein kräftiger Rückgang erwartet.
Allerdings bleiben in der Prognose zahlreiche Faktoren unberücksichtigt, darunter die Arbeitsbelastung der Lehrkräfte, Unterschiede zwischen Stadt und Land und auch das Kindeswohl. Unicef sieht Deutschland bei letzterem auf Platz 25. Das hat auch viel mit der Schulbildung zu tun.
Der Status Quo kann kein Maßstab sein: überlastete Lehrkräfte, außerdem Personalmangel bei Schulsozialarbeit, Schulpsychologie, IT sowie Verwaltungsassistenz, ferner Kürzungen etwa bei den Ganztagsangeboten oder zu geringe Unterstützung bei der Inklusion setzen alle unter Druck. Keines dieser Probleme wird in der Prognose berücksichtigt. Wir fordern eine Lehrkräfteplanung, die das ganze Bild in den Blick nimmt – sonst geht die Rechnung des Kultusministers nicht auf.
Wie im Kita-Bereich sind sinkende Kinderzahlen eine historische Chance, um für bessere Betreuung zu sorgen. Die Staatsregierung darf nicht den Fehler wiederholen, lediglich auf Kosten zu schauen und jede Stelle zu streichen, bei der sich die Chance zu bieten scheint. Weitsicht ist gefragt! Die Zeiten, in denen hunderttausende Schulstunden ausfallen, müssen ein für alle Mal überwunden werden. Künftig müssen die Schulen auch Krankheit und Fortbildungen personell abpuffern können.
Lehrkräfte-Bedarf bis 2040
Der Kultus-Minister Clemens sagt, wie viele Lehrer es bis 2040 braucht.
Er sagt, es gibt weniger Schüler in Zukunft.
Das ist eine große Veränderung.
Wichtige Probleme fehlen
Die Rechnung vom Minister ist nicht ganz richtig.
Sie sieht nicht alle Probleme.
Zum Beispiel die schwere Arbeit der Lehrer.
Auch die Unterschiede zwischen Stadt und Land fehlen.
Das Wohl der Kinder ist auch wichtig.
Schlechte Lage an Schulen
Lehrer haben zu viel Arbeit.
Es gibt zu wenig Schul-Sozial-Arbeiter und Schul-Psychologen.
Auch die Computer-Hilfe und Verwaltung sind zu klein.
Ganztags-Angebote werden weniger.
Kinder mit besonderen Bedürfnissen bekommen zu wenig Hilfe.
Wir brauchen bessere Planung
Die Planung muss alle Probleme sehen.
Sonst stimmt die Rechnung nicht.
Weniger Kinder sind eine Chance für bessere Betreuung.
Die Regierung darf nicht nur sparen.
Sie muss an die Zukunft denken.
Mehr Lehrer für Ausfälle
Schul-Stunden fallen oft aus.
Das muss aufhören.
Schulen brauchen mehr Lehrer für Krankheit und Fortbildung.
So können sie besser arbeiten.
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