Keine Unterstützung anderer Fraktionen für linke Vorschläge gegen Spritpreis-Abzocke - Regierungspläne werden nicht helfen

Der Landtag lehnte gestern am späten Abend einen Antrag der Linksfraktion ab, der darauf abzielte, das Tanken wieder billiger zu machen. Das Parlament sollte die Staatsregierung damit beauftragen, im Bund für eine Übergewinnsteuer, ein schärferes Kartellrecht und für staatliche Preisdeckel auf Benzin, Diesel sowie andere als Kraft- oder Brennstoff genutzte Gas- und Mineralölprodukte einzutreten. Keine andere Fraktion hat unsere Vorschläge unterstützt.

Dabei verlangt die Abzocke eine schnelle und harte Reaktion! Helfen würde erstens ein Preisdeckel für Kraft-, Heiz- und Brennstoffe, ausgerichtet an Raffinerie-Beschaffungskosten. Frankreich, Kroatien und Spanien deckeln die Preise bereits. Zweitens muss eine scharfe Übergewinnsteuer jegliche Krisenprofite unattraktiv machen. Die Einnahmen lassen sich nutzen, um die Bevölkerung zu entlasten. Drittens wollen wir das Kartellrecht verschärfen, mit staatlicher Preisaufsicht durch die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe und täglichen Höchststabpreisen für Kraftstoffe, die an Börsenpreise gekoppelt sind. Nicht zuletzt soll ein 9-Euro-Ticket für Nah- und Regionalverkehr den Umstieg vom Auto erleichtern.

Wir bezweifeln hingegen, dass die Maßnahmen helfen werden, die Bund und Land planen. Der Bund wird regeln, dass der Spritpreis nur einmal am Tag erhöht werden darf - um 12 Uhr. Folglich werden Kraftstoffe kurz vorher am billigsten sein, bisher war das abends der Fall. Das Preisniveau wird so kaum sinken und für Berufstätige bedeutet die neue Regel eine Verschlechterung: Schließlich müssten sie künftig in der Mittagspause zur Tankstelle aufbrechen, nach Feierabend wird es teurer sein. Die allermeisten Beschäftigten werden das nicht machen können. Und so löblich die sächsische Bundesrats-Initiative ist, die auf Spritpreis-Steuersenkungen abzielt: Es ist fraglich, dass die Mineralölkonzerne diesen Preisvorteil schnell und vollständig weitergeben.

Indes bahnt sich eine Mehrwertsteuererhöhung an, mit der Union und SPD die Gesellschaft in ihrer Breite stärker belasten würden. Am härtesten würde das Menschen treffen, die ein kleines oder mittleres Einkommen haben. An große Einkommen, Vermögen und Erbschaften traut sich die Bundesregierung nicht ran. Dazu fällt uns nichts mehr ein!

Ablehnung linker Vorschläge

Der Landtag lehnt einen Antrag der Linksfraktion ab.
Der Antrag will das Tanken billiger machen.
Andere Fraktionen unterstützen den Antrag nicht.

Vorschläge gegen hohe Spritpreise

Die Linksfraktion will einen Preisdeckel für Benzin und Diesel.
Der Preis soll an den Kosten der Raffinerie sein.
Frankreich, Kroatien und Spanien machen das schon.
Sie will eine Steuer für hohe Gewinne von Firmen.
Das Geld soll den Menschen helfen.

Die Linksfraktion will das Kartellrecht verschärfen.
Der Staat soll die Preise überwachen.
Es soll tägliche Höchstpreise geben.
Ein 9-Euro-Ticket soll den Umstieg vom Auto erleichtern.

Kritik an Regierungsplänen

Der Bund will den Spritpreis nur einmal am Tag ändern.
Das ist um 12 Uhr mittags.
Früher war das Tanken abends am billigsten.
Berufstätige müssen dann in der Mittagspause tanken.
Das ist für viele schwer möglich.

Die sächsische Bundesrats-Initiative will die Spritsteuer senken.
Es ist unklar, ob die Konzerne den Vorteil weitergeben.

Mehrwertsteuererhöhung und Kritik

Union und SPD wollen die Mehrwertsteuer erhöhen.
Das trifft vor allem Menschen mit kleinem Einkommen.
Die Regierung traut sich nicht, Reiche mehr zu besteuern.
Das ist sehr enttäuschend.

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