Innenmi­nisterium verortet AfD weiter am äußersten rechten Rand - „Generation Deutschland“ zügig einstufen!

Sachsens Innenministerium verortet die AfD unverändert am äußersten rechten Rand. Wie bisher verweist das Ministerium, das den kompletten Landesverband unter Verfassungsschutz-Beobachtung gestellt hat, auf relevante Kooperationen etwa mit den „Freien Sachsen“, der „Identitären Bewegung“ und dem „Compact-Magazin“.

Darüber hinaus erwähnt wird ein neuer Tabubruch: Sächsische AfD-Mitglieder haben „die extremistische Veranstaltung ‚Dresden-Gedenken‘ öffentlich beworben.“ Gemeint ist wohl der berüchtigte „Trauermarsch“, eines der wichtigsten Treffen der deutschen Neonazi-Szene. Anzeichen für irgendeine Mäßigung teilt das Innenministerium hingegen nicht mit. Damit war auch nicht zu rechnen.

Zu konkreten AfD-Aktivitäten verweist der Innenminister auf die monatlichen Kleinen Anfragen der Linksfraktion zur extremen Rechten (zuletzt: Drucksache 8/5192). Die Detailauswertung der Daten zeigt, dass das Landesamt für Verfassungsschutz im vergangenen Jahr 70 Partei-Termine erfasste. Es handelt sich offenbar nur um eine Auswahl, die jedoch alle Kreisverbände sowie den Landesverband umfasst. Bei einem Teil wurden die Anwesenden sogar exakt ausgezählt, demnach nahmen an den beobachteten Aktionen insgesamt rund 6.900 Personen teil. Größtes Event war eine Kundgebung zum Abschluss des Bundestagswahlkampf in Löbau mit 1.100 Teilnehmenden. Es handelte sich damit zugleich um die größte Veranstaltung der extremen Rechten 2025 in Sachsen, nach dem Dresdner Neonazi-„Trauermarsch“.

Die Linksfraktion hatte nach der Einstufung der sächsischen AfD genaue Daten erstmals für 2023 erfragt. Damals listete das LfV Erkenntnisse 33 Partei-Termine mit gut 4.000 Teilnehmenden. 2024 waren es bereits 107 Veranstaltungen mit mehr als 17.000 Teilnehmenden, was sich mit den zahlreichen Wahlkampfveranstaltungen im damaligen „Superwahljahr“ erklärte. Besonderheiten 2025: Erstmals weist die Verfassungsschutz-Statistik eine rechtsextreme Musikveranstaltung aus, die auf die AfD zurückgeht, ein „Blauer Liederabend“ in Freiberg. Weiteres Novum: Erstmals gab es aus der Partei heraus den Versuch, sich öffentlich für inhaftierte Gesinnungsgenossen einzusetzen. Auf unsere diesbezügliche Anfrage verweist das Justizministerium auf eine - kurzfristig abgesagte - Kundgebung, mit der ein Kreisverband „seine Solidarität mit den inhaftierten mutmaßlichen Rechtsterroristen der ‚Sächsischen Separatisten‘ zum Ausdruck bringen“ wollte.

Noch nicht auf der Höhe der Zeit sind sächsische Behörden beim neuen AfD-Jugendverband, der „Generation Deutschland“ (GD). So behauptet Innenminister Armin Schuster (CDU): „Aktuell liegen keine Erkenntnisse über die Existenz eines sächsischen Landesverbands der ‚Generation Deutschland‘ vor.“ Der Satz ist datiert auf den 2. Februar, tatsächlich war ein sächsischer GD-Ableger wenige Tage zuvor gegründet worden. Wir gehen davon aus, dass das der Innenminister und sein LfV inzwischen der Tagespresse entnommen haben und zügig reagieren werden - durch die Einstufung der GD als erwiesen rechtsextreme Bestrebung. Die sächsische JA mit rund 200 Mitgliedern hatte bis zum Schluss unter Beobachtung gestanden.

AfD am rechten Rand

Das Innenministerium sieht die AfD am rechten Rand.
Der ganze Landesverband steht unter Beobachtung.
Die AfD arbeitet mit extremen Gruppen zusammen.
Sie wirbt für rechte Veranstaltungen.
Es gibt keine Anzeichen für Mäßigung.

AfD-Termine und Teilnehmer

Das Verfassungsschutzamt zählt AfD-Termine.
2025 gab es 70 Termine mit 6.900 Teilnehmern.
Das größte Treffen war in Löbau mit 1.100 Personen.
Der Neonazi-Trauermarsch ist eine wichtige rechte Veranstaltung.

2023 gab es 33 AfD-Termine mit 4.000 Teilnehmern.
2024 waren es 107 Termine mit 17.000 Teilnehmern.
Viele Termine waren wegen der Wahl.
2025 gab es eine rechte Musikveranstaltung in Freiberg.
Die AfD wollte für inhaftierte rechte Freunde demonstrieren.

Jugendverband Generation Deutschland

Der neue AfD-Jugendverband heißt Generation Deutschland.
Das Innenministerium wusste erst nicht von einem Landesverband.
Der Verband wurde kurz vor Februar gegründet.
Der Innenminister will die Gruppe bald beobachten.
Die Jugendorganisation JA war schon unter Beobachtung.

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