Gesundheits­ministerin Köpping scheitert an ihren Ansprüchen - zügig über Vorschläge der Linken sprechen!

Gesundheitsministerin Petra Köpping hat im Landtag eine Fachregierungserklärung abgegeben - mit dem Titel „Für Sachsen. Gesundheit gemeinsam gestalten: bedarfsgerecht, effizient, finanzierbar.“ Die Staatsregierung erfüllt diese Ansprüche nicht.

„Gemeinsam gestalten“ träfe zu, wenn die Koalition auch Vorschläge der Linken zügig prüfen und verhandeln würde. Unser Antrag mit Maßnahmen gegen das Apothekensterben liegt aber seit über einem Jahr bei CDU und SPD - ohne Reaktion. Dabei drängt die Zeit. Vor allem kleinere Apotheken leiden unter der Bürokratie und darunter, dass die Krankenkassen sie trotz steigender Kosten schlecht vergüten. Das wollen wir ändern und hatten auf die Offenheit der Koalition gehofft, zumal wir beim Haushalt mehr Geld für Gesundheit, Pflege und Prävention gesichert haben.

Nicht beachtet wurden bislang allerdings ebenfalls unsere Vorschläge zur Sicherung der Krankenhäuser. Entscheidungen müssen her, zumal der Bund mit der Krankenhausreform erhebliche Investitionen verlangt. Die Länder müssen sie mitfinanzieren. Sachsen bekommt aus Berlin viel Geld für die öffentliche Infrastruktur - wir haben durchgesetzt, dass ein Großteil den Krankenhäusern zugutekommen soll. Insbesondere die Versorgung abseits der Großstädte wollen wir sichern und verbessern.

„Bedarfsgerecht“ ist ein Gesundheitssystem dann, wenn alle schnell und ohne lange Wege versorgt werden. Die Realität sieht vielerorts anders aus: Viele warten lange auf einen Facharzttermin, zahlreiche Praxen nehmen keine Patientinnen und Patienten mehr auf. Mehr als 300 Hausarztsitze in Sachsen sind unbesetzt, nur rund zwölf Prozent der Praxen werden von Ärztinnen und Ärzten unter 40 Jahren geführt. Gleichzeitig tragen etwa 2.600 Hausärztinnen und Hausärzte die gesamte Versorgung im Freistaat – bei einer alternden Bevölkerung mit komplexeren Krankheitsbildern. Viele Menschen leiden unter den Versorgungslücken, das merken auch die Notaufnahmen. Programme wie die Landarztquote oder Ausbildungsmodelle im Ausland können langfristig helfen. Es geht aber nicht ohne kurzfristige Lösungen - Praxisübernahmen fördern, Digitalisierung beschleunigen, Teams entlasten und neue Versorgungsmodelle einführen!

Ein Gesundheitssystem ist nicht „effizient“, wenn es Personal überlastet, Wartezeiten verlängert und Behandlungen verzögert. Effizienz hieße: Personal entlasten, damit Menschen im Beruf bleiben können. Das erfordert genug Personal, mehr Ausbildungs- und Studienplätze, verlässliche Arbeitszeiten, weniger Bürokratie und die schnelle Anerkennung ausländischer Fachkräfte.

„Finanzierbar“ ist Gesundheit, wenn alle für ihr volles Einkommen gerecht Beiträge zahlen - auch für jeden Euro oberhalb der ,Beitragsbemessungsgrenze‘ von 69.750 Euro brutto im Jahr. Im Pflegebereich sehen wir deutlich, wie ernst die Lage ist. Eigenanteile von 3.000 Euro im Monat für einen Heimplatz machen viele ältere Menschen zum Sozialfall - selbst dann, wenn sie ihr Leben lang gearbeitet haben. Kurzfristig muss Sachsen gegenüber dem Bund darauf bestehen, dass die Eigenanteile gedeckelt werden. Langfristig muss die Pflegeversicherung zur solidarischen Vollversicherung werden, in die alle einzahlen. Dann sind Entlastungen möglich - für Pflegebedürftige, Beschäftigte und die Angehörigen.

Die beste Gesundheitspolitik ist Prävention. Das Landesgesundheitsamt, das wir im Haushalt durchgesetzt haben, sollte solche Aufgaben übernehmen. Es darf keine Abteilung im Ministerium werden, sondern muss als starke, eigenständige Koordinationsstelle für Gesundheitsvorsorge in ganz Sachsen arbeiten. Auch hier würden wir gern über innovative Wege sprechen.

Sie bekommen zu wenig Geld von den Krankenkassen.

Krankenhäuser sichern

Die Linke will Krankenhäuser schützen.
Der Bund verlangt viel Geld für Krankenhäuser.
Sachsen bekommt Geld aus Berlin.
Das Geld soll den Krankenhäusern helfen.
Die Versorgung auf dem Land soll besser werden.

Gesundheitssystem braucht schnelle Hilfe

Viele Menschen warten lange auf Arzttermine.
Viele Praxen nehmen keine neuen Patienten.
300 Hausarztsitze sind frei.
Nur wenige Ärzte sind jünger als 40 Jahre.
Viele Ärzte versorgen viele Patienten.

Programme helfen langfristig.
Kurzfristig braucht es mehr Praxisübernahmen.
Digitalisierung soll schneller werden.
Teams sollen entlastet werden.
Neue Versorgungsmodelle sind wichtig.

Gesundheitssystem muss effizient sein

Das System darf Personal nicht überlasten.
Wartezeiten sollen kürzer werden.
Personal soll entlastet werden.
Es braucht mehr Ausbildungsplätze.
Ausländische Fachkräfte sollen schnell anerkannt werden.

Gesundheit muss bezahlbar sein

Alle sollen gerecht Beiträge zahlen.
Das gilt auch für hohe Einkommen.
Pflege ist teuer für viele Menschen.
Eigenanteile für Heimplätze sind oft 3.000 Euro im Monat.
Viele ältere Menschen werden dadurch arm.

Sachsen soll beim Bund auf Deckelung der Kosten bestehen.
Die Pflegeversicherung soll alle Menschen einbeziehen.
Dann gibt es Entlastung für Pflegebedürftige und Angehörige.

Prävention ist wichtig

Die beste Gesundheit ist Vorbeugung.
Das Landesgesundheitsamt soll dafür zuständig sein.
Es soll eine starke und eigenständige Stelle sein.
Die Linke will über neue Ideen sprechen.

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