Ehrenamtliche von GEMA-Gebühren entlasten - andere Bundesländer sind vorbildlich

Vor allem für ehrenamtliche Organisationen, die keine kommerziellen Zwecke verfolgen, sind GEMA-Gebühren für Veranstaltungen ein großer Kostenfaktor und eine bürokratische Belastung. Sachsen soll deshalb einen Pauschalvertrag mit der GEMA abschließen, wie Bayern, Thüringen, Niedersachsen und Hessen ihn bereits haben: Bei eintritts- und kostenfreien, nichtkommerziellen Veranstaltungen soll der Freistaat die Gebühren tragen, um die Veranstalter zu entlasten. Einen entsprechenden Antrag der Linksfraktion hat der Landtag gestern Abend debattiert und in die Ausschüsse überwiesen.

CDU und SPD haben im Koalitionsvertrag vereinbart: „Wir verhandeln mit der GEMA einen Landesvertrag, um gemeinnützigen Vereinen die Kosten- und Verwaltungslast für das Abspielen von Musik bei nicht-kommerziellen Veranstaltungen zu nehmen.“ Das finden wir sehr löblich und haben die nötige Initiative auf den Weg gebracht.

Selbstverständlich müssen Musikschaffende für ihre urheberrechtlich geschützten Werke angemessen honoriert werden. Genauso selbstverständlich sollte es aber sein, dass gemeinnützige Vereine, die keine Gewinne erzielen wollen, mit den GEMA-Lizenzgebühren nicht allein gelassen werden. Mit ihrem freiwilligen, ehrenamtlichen Engagement leisten sehr viele Menschen in den vielfältigsten Bereichen einen wesentlichen Beitrag für das gesellschaftliche Leben. Das verdient Wertschätzung, die sich im Abbau administrativer Hürden und hoher Kosten ausdrücken sollte.

Per „Landes-Ehrenamts-Pauschalvertrag“ mit der GEMA soll der Freistaat die Musikgebühren für nichtkommerzielle Veranstaltungen in Räumen von bis zu 500 Quadratmetern übernehmen. Solche Verträge gibt es bereits in anderen Bundesländern. Dabei hat sich eine einmalige digitale Registrierung der Vereine bei der GEMA und eine unkomplizierte Meldung künftiger Veranstaltungen bewährt. Das wäre auch ein Beitrag zum Bürokratieabbau.

GEMA-Gebühren für Ehrenamtliche

Ehrenamtliche Organisationen zahlen oft GEMA-Gebühren.
Diese Gebühren sind teuer und schwer zu bezahlen.
Sie machen viel Arbeit für die Organisationen.

Lösung in anderen Bundesländern

Bayern, Thüringen, Niedersachsen und Hessen haben einen Vertrag mit der GEMA.
Der Staat bezahlt die Gebühren bei kostenlosen Veranstaltungen.
Die Veranstaltungen dürfen keinen Gewinn machen.

Vorschlag für Sachsen

Sachsen soll auch so einen Vertrag machen.
Der Staat soll die Gebühren bei kleinen Veranstaltungen zahlen.
Die Räume dürfen bis zu 500 Quadratmeter groß sein.

Unterstützung im Landtag

Die Linksfraktion hat einen Antrag gemacht.
Der Landtag hat darüber gesprochen.
Der Antrag geht jetzt in die Ausschüsse.

Wichtig für Musikschaffende

Musikschaffende sollen Geld für ihre Musik bekommen.
Das ist richtig und wichtig.
Aber Vereine ohne Gewinn sollen nicht allein die Gebühren zahlen.

Wertschätzung für Ehrenamtliche

Viele Menschen arbeiten ehrenamtlich.
Sie helfen der Gesellschaft sehr viel.
Das soll man anerkennen.
Dafür soll man die Arbeit leichter machen und Kosten senken.

Vereinfachte Anmeldung

Vereine sollen sich einmal digital bei der GEMA anmelden.
Dann melden sie ihre Veranstaltungen einfach.
Das spart Arbeit und Zeit.

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