Drei Viertel der Sächsinnen und Sachsen sehen Pflege als Armutsrisiko - solidarische Vollversicherung einführen!
Laut einer aktuellen Allensbach-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit halten 64 Prozent der sächsischen Bevölkerung die Versorgung von Pflegebedürftigen in Deutschland für „nicht so gut“ oder „gar nicht gut“. Knapp die Hälfte der Befragten befürchtet in den nächsten zehn Jahren eine weitere Verschlechterung. Mehr als drei Viertel sehen Pflege bereits als Armutsrisiko an.
Dementsprechend fallen die Erwartungen aus: Jeweils über 80 Prozent der Sächsinnen und Sachsen halten es für besonders wichtig, Pflege bezahlbar zu machen, die Finanzierung langfristig zu sichern und die Eigenanteile für Heimplätze zu deckeln. Eine staatliche Bezuschussung sowie die Erhöhung der Pflegeversicherungsbeiträge für besonders vermögende Menschen zählten in Sachsen zu den meistgenannten Forderungen. Der Leiter der DAK-Landesvertretung Sachsen, Stefan Wandel, stellt fest: Nötig ist die „strukturelle Neuausrichtung“ der Pflegeversicherung.
Dafür tritt die Linksfraktion seit langem ein, damit menschenwürdige Pflege für alle bereitgestellt und bezahlbar werden kann. Viele Menschen machen sich Sorgen, ob sie sich im Pflegefall gute Betreuung leisten können. Das ist leider berechtigt. Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen hat sich im Freistaat in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Der Aufwuchs beim Pflegepersonal hält damit nicht Schritt, und auch die Finanzierung ist längst an Grenzen gestoßen. Ohne mutige Schritte lässt sich das nicht lösen.
Wir setzen uns deshalb seit vielen Jahren eine solidarische Pflegevollversicherung ein, in die alle Menschen einzahlen. Beiträge sollen auf alle Einkommen entrichtet werden, auch auf jene über der Beitragsbemessungsgrenze von derzeit 69.750 Euro jährlich. Das soll auch für enorme Finanzmarkterträge gelten. Gleichzeitig wollen wir die Eigenanteile in Pflegeheimen deckeln. Rund 3.000 Euro monatlich für einen Pflegeheimplatz in Sachsen sind für die meisten unbezahlbar. Wer ein Leben lang in die Pflegeversicherung eingezahlt hat, darf im Pflegefall nicht in die Armut rutschen!
Drei Viertel der Menschen in Sachsen sehen Pflege als Armutsrisiko.
Viele Menschen sorgen sich um die Pflege.
Pflege in Sachsen
64 Prozent finden die Pflege in Deutschland schlecht.
Fast die Hälfte denkt, die Pflege wird schlechter.
Mehr als drei Viertel sehen Pflege als Armutsrisiko.
Erwartungen an die Pflege
Über 80 Prozent wollen bezahlbare Pflege.
Sie wollen sichere Finanzierung der Pflege.
Sie wollen eine Grenze für Kosten im Pflegeheim.
Viele fordern mehr Geld vom Staat.
Reiche sollen mehr für Pflege zahlen.
Probleme in der Pflege
Die Zahl der Pflegebedürftigen hat sich verdoppelt.
Es gibt zu wenig Pflege-Personal.
Das Geld für Pflege reicht nicht mehr.
Lösungsvorschlag
Die Links-Fraktion will eine solidarische Pflege-Voll-Versicherung.
Alle Menschen sollen dafür zahlen.
Auch Menschen mit viel Geld sollen zahlen.
Die Kosten im Pflegeheim sollen begrenzt werden.
Pflege darf niemanden arm machen.
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