2025 fast sechs Wohnungen pro Tag zwangsgeräumt - besser gegen Wohnungslosigkeit vorsorgen!

2025 wurden in Sachsen 2.115 Wohnungen zwangsgeräumt. Insgesamt hatte es 2.628 Räumungsaufträge gegeben. Damit ist die Zahl von Zwangsräumungen im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen - 2024 hatte es einen negativen Spitzenwert von 2.704 Zwangsräumungen gegeben. Der Rückgang ist erfreulich, doch von einer Trendwende können wir noch nicht ausgehen.

Statistisch gesehen wurden 2025 in Sachsen täglich fast sechs Wohnungen geräumt, mit 618 die meisten im Amtsgerichtsbezirk Leipzig. Jede Wohnungs-Zwangsräumung ist eine zu viel! Meist führen Mietschulden zu dieser letzten Konsequenz, schon ein Mietrückstand von zwei Monaten kann zur Kündigung führen. Die Betroffenen werden dann wohnungslos, viele landen auf der Straße.

Zum Stichtag 31. Januar 2025 hatte das Statistische Bundesamt 6.885 wohnungslose Menschen in Sachsen gezählt, eine massive Steigerung im Vergleich zu 2024 mit 4.535. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein, denn viele Betroffene sind verdeckt wohnungslos. Sie kommen vorübergehend bei Bekannten unter oder meiden Hilfsangebote. Die Linksfraktion fordert eine Landesstrategie gegen Wohnungslosigkeit. Dazu gehört auch bessere Prävention: Wer die Wohnung verloren hat, findet insbesondere in den Ballungsräumen kaum neuen bezahlbaren Wohnraum - zumal die Betroffenen meist verschuldet sind. Wir fordern einen besseren Mieterschutz, mehr Engagement beim Bau von Sozialwohnungen sowie die konzertierte Unterstützung der Kommunen, um Wohnungsverlust zu verhindern.

Insbesondere müssen besonders verletzliche Gruppen geschützt werden. Dazu gehören auch junge Menschen, die aufgrund ihrer oft noch schlechten finanziellen Lage vermehrt von Wohnungslosigkeit bedroht sind. In den sächsischen Kommunen gibt es durchaus gute Beispiele wie den Ansatz „Housing first“ in Leipzig. Darüber können Wohnungslose Zugang zu Wohnraum finden, und sich auf dieser Grundlage sozial zu stabilisieren. Mit dem Programm „Jugendwohnen“ werden junge Menschen im Übergang zur Volljährigkeit gezielt mit eigenen Wohnraum versorgt. Wir fordern die Staatsregierung auf, wirksam gegen Wohnungslosigkeit und Zwangsräumungen vorzugehen.

Zwangsgeräumte Wohnungen 2025

2025 wurden in Sachsen 2.115 Wohnungen zwangsgeräumt.
Das sind fast 6 Wohnungen pro Tag.
Die meisten Zwangsräumungen gab es in Leipzig mit 618.
Die Zahl ist weniger als 2024 mit 2.704 Zwangsräumungen.
Jede Zwangsräumung ist eine zu viel.

Gründe für Zwangsräumungen

Meist führen Mietschulden zu Zwangsräumungen.
Schon 2 Monate Mietrückstand können zur Kündigung führen.
Viele Menschen werden danach wohnungslos.
Viele landen auf der Straße.

Wohnungslose Menschen in Sachsen

Am 31. Januar 2025 gab es 6.885 wohnungslose Menschen in Sachsen.
Das sind viel mehr als 2024 mit 4.535 wohnungslosen Menschen.
Viele Menschen sind verdeckt wohnungslos.
Sie wohnen bei Freunden oder meiden Hilfen.

Forderungen gegen Wohnungslosigkeit

Die Linksfraktion will eine Landesstrategie gegen Wohnungslosigkeit.
Sie fordert besseren Mieterschutz und mehr Sozialwohnungen.
Die Kommunen sollen mehr Hilfe bekommen.
Besonders verletzliche Gruppen brauchen Schutz.
Dazu gehören auch junge Menschen.

Gute Beispiele in Sachsen

In Leipzig gibt es das Programm Housing first.
Wohnungslose bekommen dort zuerst eine Wohnung.
Dann können sie sich sozial stabilisieren.
Das Programm Jugendwohnen hilft jungen Menschen.
Sie bekommen eigenen Wohnraum beim Erwachsenwerden.

Die Linksfraktion fordert die Staatsregierung auf.

Sie soll wirksam gegen Wohnungslosigkeit und Zwangsräumungen handeln.

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