204/2017: Solarworld muss gerettet werden – Dringlicher Antrag

Pinka / Brünler: LINKE fordern mit Dringlichem Antrag Rettung von Solarworld – Kurswechsel in Sachsens Energiepolitik nötig

Angesichts der bevorstehenden Insolvenz von Solarworld bringt die Linksfraktion heute einen Dringlichen Antrag in den Landtag ein, zu dem Nico Brünler, Sprecher für Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, erklärt: 

„Wir fordern die Staatsregierung auf, alle Möglichkeiten und Finanzierungsinstrumente für den Erhalt des Solarworld-Standortes in Freiberg zu nutzen. Die Staatsregierung soll sich auch im Interesse der Beschäftigten für die Erarbeitung eines tragfähigen Fortführungskonzeptes einsetzen. Der Landtag muss ein klares Signal setzen, dass den von der Insolvenz betroffenen 1.200 Beschäftigten eine langfristige Perspektive gegeben wird. Solarworld ist darüber hinaus das Musterbeispiel eines groß gewordenen früheren mittelständischen Unternehmens und steht leider in einer langen Reihe von innovativen Betrieben, die mangels Rückenwind durch die Landespolitik auf der Strecke bleiben.“ 

Dr. Jana Pinka, Freiberger Abgeordnete und Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag für Umweltpolitik und Ressourcenwirtschaft, fügt hinzu: 

„Es handelt sich beim Solarworld-Standort Freiberg nicht nur um das größte Wirtschaftsunternehmen des Landkreises Mittelsachsen, sondern um einen überregional bedeutenden Technologie-Standort. Hier arbeiten Wissenschaft und Wirtschaft Hand in Hand, sind Forschung und Vertrieb an einem Standort gebündelt. Hier werden die Visionen der Enquete-Kommission zur Technologie- und Innovationspolitik aus der letzten Legislaturperiode des Landtags in einem besonders leuchtenden Beispiel Realität. 

Die Staatsregierung ist nun gefordert, in Kooperation mit dem Freistaat Thüringen alles für den Erhalt dieses Technologie- und Forschungs-Standortes Erforderliche zu tun. Wir könnten uns auch die Überführung der Forschungsabteilung von Solarworld in ein An-Institut bei der Bergakademie vorstellen. Jetzt rächt sich, dass die erneuerbaren Energien in der sächsischen Regierungspolitik immer noch eher ein Schattendasein fristen. Das muss sich jetzt ändern. Besuche von Wirtschaftsminister Dulig vor Ort reichen nicht aus, ein Kurswechsel ist überfällig!“





Veröffentlicht am:
13:12:31 11.05.2017



 
 



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