103/2017: Welche Probleme plagen die Selbstständigen in Sachsen?

Neuhaus-Wartenberg und Fraktion DIE LINKE laden in den Landtag – soziale Absicherung von Selbstständigen im Fokus

Am Dienstag, dem 21. März 2017, findet ab 18 Uhr in der Lobby der 4. Etage des Sächsischen Landtages eine Gesprächsrunde mit Ausstellungseröffnung zum Thema „Soziale Absicherung von Selbstständigen neu gestalten“ statt. Zu Gast ist auch der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Deutschen Bundestag, Dr. Dietmar Bartsch. Die Linksfraktion hat in Sachsen tätige Selbstständige eingeladen, um über die Themen Altersvorsorge, Unternehmensnachfolge, Gesundheitsvorsorge und Gewerkschaften zu diskutieren.

Luise Neuhaus-Wartenberg, Sprecherin der Linksfraktion für Mittelstand, Handwerk und Tourismus, erklärt dazu:

Die politische Debatte um Reformen des Sozialstaates gewinnt mehr und mehr Dynamik. Umso wichtiger wird es sein, die unterschiedlichen Arbeits- und Beschäftigungsformen einer modernen Gesellschaft einzubinden. Gerade im Mittelstand und im Handwerk sind es auch die 4,2 Millionen Selbstständigen in Deutschland, die wichtige Dienstleistungen anbieten und Innovation schaffen. Trotz ihrer zentralen Bedeutung für die deutsche Wirtschaft ist die politische Anerkennung von Selbstständigen unterirdisch, ihre bisherige Einbindung in die sozialstaatlichen Sicherungssysteme unwürdig.

Wer das verändern will, muss den Menschen aus der Praxis zuhören und mit ihnen reden – über Altersvorsorge, über die Einbindung Selbstständiger in die Bestimmung für das Arbeitslosengeld, über Mindesthonorare und vieles mehr. Was wir in Sachsen besprechen, muss letztlich auch in Berlin Gehör finden. Umso mehr freue ich mich darauf, mit Dietmar Bartsch den Vorsitzenden der Bundestagsfraktion in Dresden begrüßen zu können.

Um 20 Uhr eröffnet Dietmar Bartsch die Ausstellung „Deutschland und anderswo – Zur Situation freischaffender Künstler*innen in Sachsen“ des Leipziger Malers Joachim Zetzsche. Zetzsche, gelernter Straßenbauer, hat sich nach eingetretener Arbeitslosigkeit seinen Traumberuf der Malerei erfüllen können, dem er schon mit 14 Jahren jede freie Minute opferte. Alle Motivation, Engagement und künstlerische Fertig­keiten garantieren jedoch keine wirtschaftlich gesicherte Existenz.





Veröffentlicht am:
10:01:51 15.03.2017



 
 



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