338/2016: Preis „Gelebte Willkommenskultur und Weltoffenheit in Sachsen“

Preis „Gelebte Willkommenskultur und Weltoffenheit in Sachsen“ der Linksfraktion zum zweiten Mal verliehen, diesmal in Bautzen

Zum zweiten Mal hat die sächsische Landtags-Linksfraktion ihren Preis „Gelebte Willkommenskultur und Weltoffenheit in Sachsen“ verliehen. Die Preisverleihung fand diesmal in den Räumlichkeiten des „Sorbischen Nationalensembles“ (SNE) in Bautzen statt und wurde anlässlich des bevorstehenden 75. Jahrestages des Überfalls auf die Sowjetunion mit der Erstaufführung der „Stalingrad-Sinfonie“ in Sachsen durch das Kammerorchester des SNE verbunden. An der öffentlichen Veranstaltung nahmen auch der Oberbürgermeister der Stadt Bautzen, Alexander Ahrens, der ein Grußwort hielt, und die Ausländerbeauftragte des Landkreises Bautzen, Anna Piętak-Malinowska, teil.

Die Preisträger*innen sind:

1. Kategorie „Etablierte Initiative“: AG Asylsuchende Sächsische Schweiz / Osterzgebirge e.V.

2. Kategorie „Junge Initiative“: Chemnitzer Willkommensdienst

3. Kategorie „Engagierte Persönlichkeit“: Susann Augusta, Langenwolmsdorf (Stolpen) für alltägliche tatkräftige Integration von asylsuchenden Familien in der Nachbarschaft

Über die Vergabe hat eine Jury entschieden, der Emiliano Chaimite (stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Ausländerrat Dresden e. v., Vorsitzender Afropa e.V.), To Ha Hoang Thi (Asylsuchende) und die Abgeordneten der Linksfraktion Juliane Nagel (Sprecherin für Flüchtlings- und Migrationspolitik), Lutz Richter (demokratiepolitischer Sprecher) und Marion Junge (Sprecherin für Bürger*innenanliegen) angehören. Die Preisgelder von je 1.000 Euro für Kategorie 1 und 2 sowie 500 Euro für Kategorie 3 wurden von den Abgeordneten gespendet. Mit dem Preis werden Personen und Gruppen gewürdigt, die sich für gelebte Willkommenskultur für Flüchtlinge und Migranten, für Weltoffenheit und Miteinander in Vielfalt sowie persönlich für Geflüchtete und Migranten besonders engagieren.

Der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, Rico Gebhardt, erklärte dazu: „Wir haben uns für den Ort Bautzen entschieden, weil er dafür stehen könnte, was wir aus der Herausforderung Integration praktisch zum Wohle aller schaffen können: für die, die schon lange da sind, für die, die gekommen sind, und für die, die noch kommen werden. Bautzens traditionelle sorbisch-deutsche Bikulturalität ist doch ein schöner Rahmen für ein solches Projekt. Viele sächsische Ortsnamen wurden zu Symbolen aggressiver Fremdenfeindlichkeit, unter anderem Heidenau und Freital, zuletzt aber auch Clausnitz und – Bautzen. Bautzen wurde aber dann sehr schnell zugleich zum Markenzeichen für den richtigen, ehrlichen, offenen und mutigen Umgang mit einem solchen Desaster – und das Gesicht dafür wurde – man kann schon fast sagen: weltweit – der Oberbürgermeister der Stadt, Herr Alexander Ahrens.“





Veröffentlicht am:
17:30:37 20.06.2016



 
 



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