261/2012: Gegen Willkür in der Berufsschulplanung!

MdL Cornelia Falken: Unterrichtsabsicherung in Sachsen darf nicht zulasten der Berufsausbildung gehen!

Zur geplanten Streichung von Ausbildungs- und Weiterbildungsgängen an sächsischen Berufsschulen erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, Cornelia Falken:

Wie groß die Not im Lehrerbereich ist, das zeigt der jüngste Kabinettsbeschluss zur Deckung des Lehrerbedarfs in Sachsen. Demnach beabsichtigt die Staatsregierung zur Sicherung des Unterrichts eine Reduzierung der „landesrechtlich geregelten Berufe“. Davon verspricht sich die Staatsregierung eine Anzahl an frei werdenden Lehrkräften, die dann auch den Unterricht an staatlichen Schulen absichern helfen sollen.

Zur Streichung vorgesehen sind fast alle schulischen Ausbildungsgänge. Das kann vor allem für Pflege- und Erziehungsberufe zum Problem werden, aber auch für die Schüler ohne Abschluss im Berufsvorbereitungsjahr. So entfiele beispielsweise die Ausbildung zum Sozialassistenten bzw. zur Sozialassistentin, die aber die Voraussetzung für die Ausbildung zum Erzieher bzw. zur Erzieherin ist. Und das in Zeiten, wo es angeblich vor allem auf frühkindliche Bildung ankommt.

Die Fraktion DIE LINKE wird die Widersprüchlichkeit und die Willkürlichkeit der beabsichtigten Maßnahmen, die ohne Einbeziehung der verantwortlichen Gremien und ohne vorherige Evaluation beschlossen worden sind, in der nächsten Landtagssitzung zum Thema einer Aktuellen Debatte machen. Wir sprechen uns klar gegen eine Unterrichtsabsicherung aus, die auf Kosten der Berufsausbildung geschieht.





Veröffentlicht am:
17:51:00 29.05.2012 von CMS System Benutzer



 
 



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