Adlige Kunstforderungen: Analyse statt Gehorsam!


Immer wieder erheben Sachsens Adlige, vor allem die Wettiner, Anspruch auf Kulturgüter, die bis 1949 von der Sowjetischen Besatzungsmacht enteignet worden waren. Nur noch bis November 2014 gestattet das Ausgleichsleistungsgesetz des Bundes den sächsischen Museen, diese Kunstgegenstände zu nutzen.

Abgesehen davon, dass in vielen Fällen unbekannt ist, wie das Adelshaus dereinst an die Kunstschätze gelangte, ist klar: Die Wettiner haben sich an der Kunst schon jetzt eine goldene Nase verdient. 1999 erhielten sie 24 Mio. Mark, allein für das Meißener Porzellan zahlte der Staat weitere 4,2 Mio. €.

Besonders bei den nichtstaatlichen Museen muss Sachsen die Provenienzforschung, die die Herkunft von Kunstgegenständen untersucht, mit einem Landesprogramm fördern. Etwaige Besitzansprüche sollen in Ruhe geprüft werden. Der Freistaat muss dem blaublütigen Beutezug nicht mit vorauseilendem Gehorsam, sondern mit nüchterner Wissenschaft begegnen!





Veröffentlicht am
14:50:28 17.01.2014

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