Unser Wahlvorschlag für die Bundesversammlung: Erich Knorr

Zur Vita von Erich Knorr
 
Erich Knorr, geboren am 24. Oktober 1912 in Claußnitz,
Generalsekretär der Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB)
 
1928 Mitglied der kommunistischen Partei, Mitglied im RFB, ab 1933 illegaler Widerstand politischer Leiter der illegalen KPD Burgstädt – Aufbau der illegalen KPD in Chemnitz; nach Verhaftung Zuchthaus Osterstein, Waldheim Strafsoldat bei 999; April/Mai 1945 Flucht; nach der Befreiung – erster Bürgermeister in Claußnitz, Landrat im Kreis Rochlitz, Mitbegründer der VVN; Vater Arbeiter; Volksschule;

 
1927–31   Schlosserlehre;
 
1927  SAJ; SPD; KJVD und. KPD;
 
1931  fünf Monate Lehrgang an der Heim-VHS Leipzig;
 
1934/35   Pol.-Ltr. des illegalen KPD-UB Burgstädt-Rochlitz;
 
1935  Verhaftung und Verurteilung;
 
bis 1940  Zuchthaushaft in Zwickau und Waldheim;
 
1943–45  Strafbataillon 999 (ab April 1944 Mitglied. der Widerstandsgruppe Karl König);
nach Lazarettaufenthalt in eine Wehrmachtseinheit an der Neißefront Ende April 1945 Flucht;
 
Mai 1945  Heimkehr nach Claußnitz; dort Mitglied des Antifakomitees und Bürgermeister;
 
1945/46  KPD/SED;
 
ab September 1945  Leiter des Referats Landwirtschaft  im Landratsamt Rochlitz;
 
1946–48  Landrat;

1946  SED;

1948/49  PHS;
 
1949/ 50  kurzzeitig Kulturleiter der MAS - Landesverwaltung in Sachsen;
dann Kulturdirektor bzw. Betriebsleiter der Saatzuchtbetriebe Quedlinburg;
 
ab Juli 1950  stellv. Generalsekretär der VdgB;
als Leiter der Westabteilung an der Konstituierung und Arbeit des Gesamtdeutschen Arbeitskreises für Land- und Forstwirtschaft beteiligt;
Versuche des MfS, Erich Knorr als IM zur Überwachung von Kurt Vieweg anzuwerben; infolge ausweichender Haltung selbst überwacht, besonders intensiv nach der Funktionsbeurlaubung;
 
Mai 1952  Mitglied einer Delegation unter Walter Ulbricht zum Studium der Erfahrungen bei der Bildung von Produktionsgenossenschaften in Ungarn;
 
4. Juni 1953  (als Nachfolger von Kurt Vieweg) Generalsekretär bzw. 1. Sekretär des Zentralvorstandes der VdgB;
 
November 1957  beurlaubt;
 
Juli 1958  wegen »revisionistischer « Auffassungen abgesetzt;
 
1954–58  Mitglied des Nationalrates der National Front;
 
1958/59  Studium an der LPG-HS Meißen, Dipl.-Agronom;
 
1959–62  Vorsitzender des Rates des Kreises Güstrow;
Absetzung wegen »Liberalismus in der Leitungstätigkeit«;
 
1962–72  Lehrer an den SED-Bezirksparteischulen Güstrow und Mittweida;
 
1973  Frührentner; geschichtspublizistische Betätigung;
 
Dezember 1989  Delegierter zum außerordentlichen Parteitag der SED/PDS;
Mitglied des Rats der Alten beim Parteivorstand der PDS.